Neue Gesetze – alte Pflichten

Neue Gesetze – alte Pflichten

Seit Monaten ist der Datenschutz in Deutschland Tagesthema. Anlass sind zwei Gesetze, die am 25. Mai 2018 verbindlich geworden sind, die Datenschutz-Grundverordnung und das Bundesdatenschutzgesetz.

Im Kern geht es um die Nutzung der personenbezogenen Daten natürlicher Personen für das eigene Unternehmen. Die Gesetze benennen zwei wichtige Akteure, den »Verantwortlichen« und den »Betroffenen«.

Wer den Blumengroßmarkt nutzt und einen Marktausweis erworben hat, ist über die »Zwecke« der Datenerhebung und -nutzung im Marktbüro aufgeklärt worden. Seit April diesen Jahres haben wir jeweils unsere neu gefassten »Datenschutzhinweise« an die Interessenten überreicht, in den rund 15 Jahren zuvor haben Antragsteller die Kenntnisnahme der Datenschutzerklärung unterschrieben. Diese war weit weniger ausführlich als die neue, aber genügte den Vorschriften.

Marktnutzer, die vor 20 oder mehr Jahren zu uns kamen, sind mit solchen Fragen damals nicht konfrontiert worden. Unsere aktuellen Datenschutzhinweise liegen gedruckt im Marktbüro bereit und sind auch auf unserer Internetseite veröffentlicht, der Blumengroßmarkt erfüllt damit die vom Gesetzgeber geforderte Transparenz.

In vielen Veröffentlichungen lesen wir davon, dass die »Rechte der Betroffenen« gestärkt werden. Richtig, aber ganz praktisch wird im Regelwerk klar gestellt, wem die Daten, die allenthalben über einen bestimmten Menschen gespeichert sind, gehören: Diesem Menschen – seine Daten, die ihn/sie als Person kenntlich und erkennbar machen, gehören ihm/ihr. Sie gehören nicht dem, der sie besitzt, speichert, nutzt. Letzteren nennen die Gesetze den Verantwortlichen.

Verantwortungsvoller Umgang mit den Daten anderer Menschen ist die Pflicht. Darum hat die Marktgemeinschaft einen Datenschutzbeauftragten bestellt und führt für die Mitarbeiter betriebliche Unterweisungen zum Datenschutz durch.

Hier lesen Sie die aktuellen Hinweise zum Datenschutz.