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Gesundheit verkaufen

Wussten Sie, dass blühende und grüne Zimmerpflanzen derzeit hoch im Kurs stehen? Der Möbelhandel beispielsweise verzeichnet einen Zuwachs von fast 30 Prozent in diesem Segment. Vorreiter ist da wohl das bekannte gelb-blaue schwedische Möbelhaus. Dort wird über Masse und Preis verkauft. Dabei kann der Blumenfachhandel verständlicherweise nicht mithalten. Aber warum wegen der Billigkonkurrenz ganz auf dieses Standbein verzichten?

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Die Frage, warum der Mensch sich von lebendigem Grün so angezogen fühlt und es in seiner Umgebung wünscht, haben auch die Wissenschaftler noch nicht schlüssig beantwortet. Erst in den letzten Jahren haben einige Arbeitsgruppen damit begonnen, sich verstärkt diesem Thema zu widmen. Einige Forscher vermuten, dass unsere Liebe zu Pflanzen in unseren Genen steckt. Schließlich hat sich die Evolution des Menschen nahezu zwei Millionen Jahre im Grünen, also draußen, abgespielt.

Pflanzen signalisierten den Frühmenschen damals: Hier findest du mit hoher Wahrscheinlichkeit Wasser, Nahrung und Schutz. Und das bedeutete eine erhöhte Überlebenschance. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass diese tiefe Verbundenheit zu Pflanzen auch im modernen Menschen, sozusagen als Überbleibsel aus seiner Entstehungsgeschichte, noch vorhanden ist.

Fest steht: Ohne Pflanzen gäbe es auf unserem Planeten kein Leben. Erst ihre Gegenwart und die Fähigkeit, aus giftigem Kohlendioxid mit Hilfe von Sonnenlicht und Wasser Energie und nebenbei noch Sauerstoff zu liefern, hat unsere Existenz möglich gemacht. Da sich heute ein Großteil des Lebens in geschlossenen Räumen abspielt, hat sich das Bedürfnis nach mehr Pflanzen entwickelt.

Neben der dekorativen Wirkung von Zimmerpflanzen ist der Gesundheitsaspekt ein sehr wichtiges Verkaufsargument. Damit offensiv zu werben, dürfte den Umsatz nicht nur bei den Firmenkunden, sondern auch bei den Privatkunden nicht unerheblich ankurbeln.

Foto: Pflanzenfreude