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Allein oder im Team?

TeamDie inhabergeführten Blumenfachgeschäfte sind das Stammklientel des Blumengroßmarktes. Die Spannbreite ist groß: Vom Freelancer mit und ohne Werkstatt über Einzelkämpfer mit Geschäft oder kleineren Verkaufsstätten und Marktständen bis hin zu Selbstständigen mit Team ist alles vertreten.

Einzelkämpfer

  • „Ich bin seit genau zehn Jahren Einzelkämpfer. Einfach ist das nicht. Man muss immer kämpfen, immer das Beste geben, immer einzigartig sein. Alles sollte von Herzen kommen und die eigene Handschrift haben.“

  • „Ich bin Einzelkämpfer. Wenn Not am Mann ist, steht mir meine Mutter zur Seite. Das wird aber immer seltener, sie ist auch nicht mehr die Jüngste. Ich versuche die Gratwanderung zwischen Qualität, Besonderem und trotzdem annehmbaren Preisen.“

  • „Ich bin Einzelkämpfer ohne Geschäft und arbeite auf Bestellung. Manchmal fehlt mir eine Kollegin, mit der ich Ideen austauschen kann.“

  • „Ich bin seit 34 Jahren selbständig, früher mit einem Blumengeschäft mit Teilzeitfloristin und Aushilfen. Seit rund 16 Jahren betreibe ich meine Blumen Werkstatt, das ist ein kleiner Laden ohne feste Öffnungszeiten, mit Auftragsarbeiten. War das Beste, was ich machen konnte. Es ist viel abwechslungsreicher, finde ich. Man klebt nicht mehr von morgens bis abends jahrelang im Laden – davon hatte ich die Nase voll.“

  • „Ich bin seit sieben Jahren selbstständig, davon die meiste Zeit allein. Hätte mir jemand gesagt, dass die Personalfindung mein größtes Problem sein würde, hätte ich ihm nicht geglaubt. Ich habe daher entschieden, allein meinen Weg zu gehen. Ich habe Anfang des Jahres meine Öffnungszeiten meiner Lebensqualität angepasst. Schon in den ersten Wochen muss ich sagen, dass das eine gute Entscheidung war.“

  • „Ich bin seit 15 Jahren selbstständig und seit rund acht Jahren Einzelkämpfer. Verlässliches Personal zu finden, wurde zunehmend schwieriger. Daher halte ich mein Geschäft klein und achte inzwischen darauf, dass ich gute Arbeitszeiten habe. Das Geld reicht mir auch. Alles steht in einem guten Verhältnis.“


Einzelkämpfer mit Hilfe

  • „Ich habe eine 20-Stunden-Kraft, bin also fast Einzelkämpfer. Ich habe seit fast zwei Jahren den Laden und habe ihn von meiner Chefin übernommen. Zu der Zeit war ich ganztags tätig und es gab noch eine Floristin für zwei Nachmittage plus Chefin. Ich finde, dass das Geschäft nicht viel schlechter geworden ist, aber ich wüsste nicht, wo ich das Geld für mehr Personal hernehmen sollte.“

  • „Ich bin Einzelkämpfer mit einer Kraft, die zehn Stunden in der Woche da ist und mit meiner Situation ganz zufrieden. Froh bin ich darüber, dass ich hauptsächlich für Firmenkunden arbeite, die sind in der Regel sehr verlässlich.“


Selbständig mit Team

  • „In den ersten zwei Jahren meiner Selbstständigkeit habe ich allein gearbeitet, dann mit meiner Tochter. Sie hat bei mir eine zweite Ausbildung gemacht. Seit rund drei Jahren habe ich noch eine Tochter im Betrieb, die ebenfalls bei mir ihre zweite Ausbildung gemacht hat. Und mein Mann hilft kräftig mit beim Rechnungen schreiben, Müll fahren, ausliefern und aufräumen.“

  • „Ich hatte vor Jahren drei Geschäfte mit zehn und mehr Floristen. Das war ein enormes Arbeitspensum und Stress pur. Heute habe ich nur noch einen Laden mit zwei Vollzeitfloristen und einer 450-Euro-Kraft. Das ist überschaubar und lässt Zeit für meine Familie. Mit dieser Situation bin ich voll und ganz zufrieden.“

  • „Seit 15 Jahren bin ich selbstständig, bis vor zwei Jahren noch mit drei Geschäften an verschiedensten Standorten und zehn Vollzeit-Angestellten. Seit 2017 habe ich nur noch ein Geschäft mit 200 Quadratmetern Fläche und drei Vollzeit-Floristen. Das gibt mir etwas mehr Zeit für die Familie. Es ist zwar schwieriger geworden, aber ich liebe meinen Beruf nach wie vor und versuche, trotz immenser Kostensteigerung mein gutes Team zu halten.“

  • „Ich war viele Jahre Einzelkämpfer, habe mich aber dann doch entschieden, gemeinsam mit einem Team zu arbeiten. Mir ist wichtig, dass der Laden weiter laufen muss, wenn einer krank ist. Ohne Mitarbeiter geht das nicht. Ich möchte nie wieder Einzelkämpfersein.“

  • „Als ich vor neun Jahren mein Geschäft eröffnet habe, war ich genau zwei Wochen allein und habe dann gemerkt, dass es so nicht geht. Zunächst arbeitete meine Frau mit im Betrieb, und nach einem halben Jahr kam die erste Floristin hinzu. Nun haben wir in relativ kurzer Zeit stark expandiert, und ich habe neun Angestellte. Was aber manchmal sehr anstrengend ist, da ich mit so viel Personal auch echt viel Administratives um die Ohren hab.“

Foto: fotolia/auremar