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Neue Geschäftsidee

Die „Grüne Linie“

Neue Geschäftsidee - Die Grüne Linie

Vieles, was früher einmal selbstverständlich war, wird heute in Frage gestellt, ist in Veränderung begriffen. Das betrifft auch unseren Umgang mit dem Tod, der Trauer und dem Friedhof. Zu Erd- und Feuerbestattungen mit individuellen Grabstellen gesellen sich etliche andere Formen. Es gibt immer mehr so genannte anonyme Bestattungen, Friedhofsverwaltungen stellen dafür Areale zur Verfügung. Wobei die Individualität des Einzelnen dabei verloren geht. Und es gibt die Bestattungen in Friedwäldern. Zugegeben, die Werbung, die dafür gemacht wird, ist fast schon genial. Aber für unsere Friedhöfe, die wir als Gesellschaft dringend als „grüne Lunge“ und Ruhepole benötigen, ist dieses „Ausgliedern“ fatal. Und letztlich bedeutet das auch für alle Gewerke, die mit unserer Friedhofskultur verbunden sind, schlicht finanzielle Einbußen.

All dieses hat Werner Kentrup, der gemeinsam mit seiner Frau Editha Kentrup-Bentzien ein alteingesessenes (seit 1855) Bestattungshaus in Bonn führt, keine Ruhe gelassen. Eigentlich war es der Erfolg der Friedwälder, der in dem Bestattungshaus zu einem Umdenken und einer ganz neuen Entwicklung führte. „Wir nennen unser zusätzliches Angebot die „Grüne Linie‘“, erklärt Werner Kentrup. „Der biologische Kreislauf in Verbindung mit Nachhaltigkeit steht bei dieser Bestattungsform im Blickpunkt.“

Umsetzung: nicht ganz einfach

Die Umsetzung in die Praxis war nicht ganz einfach. „Ich habe mich zunächst einmal damit beschäftigt, was an einer Bestattung unter ökologisch und nachhaltig zu verstehen ist“, verrät Werner Kentrup. „Der Sarg war nicht so sehr das Problem, denn in der Materie kenne ich mich als gelernter Tischler- und Bestattermeister bestens aus.“ Schwierigkeiten gab es bei der Sargausstattung, die sollte ebenfalls 100 Prozent vergänglich sein. „Schließlich bin ich aber auch da erfolgreich gewesen“, freut sich der Bestatter. Inzwischen ziehen alle Gewerke mit, und es werden bei der „Grünen Linie“ ausschließlich Werkstoffe und Dienstleistungen aus der Region angeboten.

Blumen und Pflanzen aus der Region

Das betrifft natürlich auch den Bereich des Blumenschmucks und der Grabbepflanzung. Werner Kentrup ist im Rahmen seiner Recherche auf das Regio-Label „Ich bin von HIER!“ gestoßen. „Die Philosophie dieses Labels passt wunderbar zu unserer ‚Grünen Linie‘“, freut sich der Unternehmer. Empfohlen wird bei den Beratungsgesprächen jahreszeitlich passender Blumenschmuck aus regionalen Gärtnereien. Dafür wurde eigens ein Saisonkalender entwickelt. „Und wenn Hinterbliebene keinen Floristen ihrer Wahl für den Blumenschmuck nennen können, empfehlen wir ein Blumengeschäft aus der Region, das „Ich bin von HIER!“ Partner ist.“

Grabbepflanzung mit heimischen Gewächsen

Konsequent gehen die Eheleute Kentrup mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch bei der Empfehlung der Grabbepflanzung vor. „Auch hier sind es heimische Gehölze, Stauden und Saisonpflanzen, die wir vorschlagen. Versteht sich, dass da bienenfreundliche Gewächse eine Rolle spielen. Speziell das war für mich persönlich eine spannende Recherche“, erläutert der Bestatter.

Und wie wird die „Grüne Linie“ angenommen?

„Wie alles Neue braucht man einige Zeit, um die Menschen dafür zu sensibilisieren. Ich denke, dass es schon mindestens zwei Jahre dauern wird, bis die Akzeptanz da ist. Aber wir geben dem Projekt die Zeit, weil wir voll und ganz davon überzeugt sind.“

Langer Atem gehört dazu…

Und darin besteht eine weitere Gemeinsamkeit von die „Grüne Linie“ und „Ich bin von HIER!“. Man braucht in der Tat einen langen Atem, um etwas Neues durchzusetzen – auch wenn es sich um etwas handelt, was für alle ausschließlich positiv ist. Wir rufen einmal mehr alle Erzeugerbetriebe und Blumenfachhändler auf,  „Ich bin von HIER!“ Marken-Partner zu werden. Stärken Sie sich und damit die gesamte Branche!