Trendblumen im Winter




SchmuckstueckeZu den blumigen Schmuckstücken des Winters gehören die Alstroemerien. Eine Schnittblume, die in Massen produziert wird, preiswert ist und leider oft nur als »Füllmaterial« in bunten Sträußen verwendet wird. Dabei lohnt es sich durchaus, dieser Blume etwas mehr Aufmerksamkeit zu geben, sprich, sie den Verbrauchern offensiv zu präsentieren. Warum? Die Blüten sind attraktiv und lange haltbar - ein Vasenleben von zwei Wochen ist keine Seltenheit. Alstroemerien, die den schönen deutschen Namen Inkalilie tragen, sind in den Farbschattierungen Weiß, Rot, Gelb, Orange, Rosa und Violett auf dem Markt. Ihre zarten Blüten, die mit feinen Zeichnungen wie aus dem Tierreich versehen sind, senden exotische Impulse aus.



schmuckstueckeEin weiteres blumiges Schmuckstück, das in diesem Winter besonders herausgestellt wird, ist die Calla. Sie gehört zur Familie der Aronstabgewächse. Die auffallende Trompetenform der Spatha mit einer wachsartigen Anmutung und der lange, grazile Stiel vermitteln unaufdringliche Eleganz. Die Stängel der Calla sind übrigens so flexibel, dass man sie (mit etwas Vorsicht und Fingerspitzengefühl) in jede beliebige Form bringen kann.

Tipp: Eine Calla kann auch mal ganz ohne Wasserversorgung auskommen - beispielsweise im Rahmen einer festlichen Dekoration. Das geht so: DieWare wird angeschnitten und einige Stunden, am besten über Nacht, in konditioniertes Wasser eingestellt. Zur Deko die Stielenden begradigen, abtrocknen und dann in flüssiges, aber nicht heißes, transparentes Wachs tauchen. Trocknen lassen, und wenn gewünscht, kann man das Wachs nachkolorieren, beispielsweise mit edlem Gold.

Ein besonderes Highlight in diesem Wintertrend ist die Vanda-Orchidee. Nahezu alle 35 Arten dieser Gattung zeichnen sich durch auffällige Blüten aus, die oft mit feinen Zeichnungen versehen sind. Sie wachsen monopodial, das heißt, die Pflanzen weisen eine durchgehende Sprossachse auf, an der die attraktiven Blüten stehen.

schmuckstueckeMit in die Liste der im floristischen Wintertrend 2009 propagierten Schnittblumen gehört auch Anigozanthos, die den deutschen Namen Kängurupfote trägt. Wie der Name schon andeutet, kommt sie ursprünglich aus Australien, hat aber mit ihren samtigen Pfoten längst das floristische Interesse geweckt. Das liegt nicht nur an ihrem sehr langen Vasenleben, sondern hauptsächlich an ihrer außergewöhnlichen Blütenform.

Das streng grafische Erscheinungsbild der Heliconia steht in einem interessanten Kontrast zu den anderen Trendblumen dieses Winters. Im alten Griechenland galt der Berg Helikon als Sitz der Musen. An diesen geheimnisvollen Ort muss wohl ein Botaniker beim Anblick der exotischen Blüten und Blütenhüllblätter erinnert worden sein, als er der Heliconia ihren botanischen Namen gab.

Bleibt noch ein wunderschönes Schmuckstück zu nennen - die Nelke. Mit ihrer runden Blütenform wirkt sie sympathisch, die rüschigen Blütenblätter bringen einen Schuss Romantik ins Spiel. Jenseits ihres Trauerimages steckt ein ungeheures Potenzial in
dieser Schnittblume, das man nicht ungenutzt lassen sollte.