Moose sind kleine grüne Pflanzen. Und das ist auch schon alles, was viele über sie wissen. Und warum ist das so? Die Antwort ist einfach: Sie sind klein und grün. Sie sind nicht so eindrucksvoll wie ein alter Baum, sie tragen keine bunten Blüten, und sie richten keinen Schaden an, wie etwa Schimmelpilze. Und dennoch, wenn man sich nur die Mühe macht, genau hinzusehen, entdeckt man, dass es sich um mannigfaltige und schöne Pflanzen handelt - die als Dekoration derzeit topaktuell sind.
Auf dem Blumengroßmarkt gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Moose. Hier eine kleine Auswahl:
Das Lappen- oder Flächenmoos wird zum Abdecken bei Pflanzschalen und auch in der Adventsfloristik verwendet.
Sternmoos (Sagina subulata) ist eine flachwachsende Staude für den Steingarten.
Polstermoos wird in der Trauer-undAdventsfloristik eingesetzt.
Islandmoos (das ja eigentlich eine Flechte ist) wächst in feuchtkühlen Regionen der Erde. In getrocknetem Zustand ist es hart und zerbrechlich, durch Übergießen mit warmem Wasser wird es vorübergehend weich. Die natürliche Farbe ist Weißgrau.
Das Glücksmoos (Selaginella) ist ein Moosfarn, also ein Moos mit einem farnähnlichen Erscheinungsbild. Es wird etwa 20 Zentimeter groß und gehört zu den »kühlen Zimmerpflanzen«. Hochsaison hat das Glücksmoos natürlich zu Silvester.
Sphagnummoos (das auch Stopfmoos heißt) ist eine pflegeleichte, winterharte Moosart, die über hervorragende Wasserspeicherkapazitäten verfügt, die ein schnelles Austrocknen
der Pflanzen verhindert.
Tillandsia-Moos ist vielfältig in der Floristik verwendbar, beispielsweise bei außergewöhlichen Raumdekorationen.
Beulenmoos, Busenmoos, Plattenmoos oder Bollmoos wird zum Abdecken in Pflanzungen verwendet. Kreative Floristen fertigen daraus auch Adventskranzkörper.
Moose sind Walderzeugnisse
Moose werden grundsätzlich nicht in Gewächshäusern oder im Freiland kultiviert, sondern sind so genannte»Walderzeugnisse«. Der professionelle Anbau ist zu kompliziert, um lukrativ zu sein. Selbstverständlich wird das auf dem BGM angebotene Moos nicht »wild« gesammelt, sondern stets mit Genehmigung des zuständigen Amtes, respektive der Försterei. Die Sammelerlaubnis erhalten nur vertrauenswürdige Personen, und natürlich muss das dem Wald entnommene Moos bezahlt werden.Das Aufarbeiten der Produkte und das Verpacken kommen hinzu. Die Moose sind also unbedingt ihr Geld wert.