Alles in Euro




Am 01. Januar 2002 haben Euro und Cent die bisher gültigen Mark und Pfennig abgelöst. Vorgesehen war, dass nicht nur die Banken, sondern ebenso der gesamte Handel die gigantische Umtauschaktion bewerkstelligen sollten. Viele GeschäftsinhaberInnen sahen daher besonders dem ersten verkaufsoffenen Tag mit großen Bedenken entgegen. Wir fragten in FDF-Mitgliedsbetrieben nach, ob es wirklich zu diesem befürchteten Mark-Euro-Chaos gekommen ist.

 


Die telefonische Umfrage hat ergeben, dass es im Blumenfachhandel kaum größere Schwierigkeiten bei der Euro-Bargeld-Einführung gegeben hat. Das Hauptproblem am ersten Tag war, dass viele noch in D-Mark gedacht haben. Bei einer Befragten gab es ein wenig "Chaos" am ersten Tag. Bei allen auftretenden Problemen hatten aber die Kunden viel Verständnis und alle eine grundsätzlich positive Grundstimmung.

Generell gilt: Seit dem ersten Geschäftstag im Januar nahm die Zahl der Kunden, die in D-Mark gezahlt haben, von Tag zu Tag ab. Seit der zweiten Januarwoche wird eigentlich nur noch in Euro gezahlt.

Das von der Bank im Front-Loading beschaffte Euro-Wechselgeld in Höhe von mehreren Tausend Mark konnte schon nach ein bis zwei Tagen wieder eingezahlt werden. Von den Hausbanken wurden die GeschäftsinhaberInnen bevorzugt behandelt.

An das neue Geld hat man sich schnell gewöhnt. Einzige Ausnahme war die 20-Cent-Münze, da es eine 20-Pfennig-Münze nicht gab.

In der kurzen Umtauschphase haben die meisten GeschäftsinhaberInnen die Mark vor dem eigentlichen Kassiervorgang zunächst in Euro umgetauscht. Die Ware wurde vorerst doppelt ausgezeichnet. Um den Kunden eine bessere Transparenz zu bieten, haben einige Floristen die Blumen nach Sorten getrennt präsentiert. Die Preise wurden nur sehr vorsichtig ab- beziehungsweise aufgerundet. Dabei hat man die kaufmännische Rundung zugrunde gelegt.

Auch beim Einkauf auf dem Blumengroßmarkt Hamburg hat es keine Probleme gegeben. Lediglich in den ersten Tagen wurde noch verstärkt mit Mark eingekauft. Wir hoffen nun, dass der Euro eine ebenso starke Währung wird wie es die Mark war.