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Wenn ein Mensch 32 Jahre lang seinen Arbeitsplatz nicht gewechselt hat, so kann das verschiedene Ursachen haben: Erstens könnte er einfach zu träge sein, um sich zu bewegen; zweitens ist er anderswo nicht zu gebrauchen oder es gefällt ihm drittens dort so gut, dass er gar nicht auf den Gedanken kommt, sich etwas anderes zu suchen.
Ohne die anderen Möglichkeiten ganz auszuschließen, war für mich die Version drei maßgebend, der Marktgemeinschaft praktisch den größten Teil meines Arbeitslebens die Treue zu halten. Dies habe ich nie bereut - und hoffentlich mein Arbeitgeber und alle Menschen, die es mit mir zu tun hatten, auch nicht. Hier denke ich an alle ehrenamtlich Tätigen im Vorstand und Aufsichtsrat und auch an meine Kolleginnen und Kollegen aus Betrieb und Verwaltung.
Bedeutende Ereignisse für den Hamburger Blumengroßmarkt fielen in meine Zeit als Geschäftsführer der Marktgemeinschaft: so war mein Anstellungsdatum, der 1. Januar 1970, zugleich der Zeitpunkt der Übernahme des (alten) Hamburger Blumengroßmarktes aus der Verwaltung durch die FHH in die Verantwortung der Marktgemeinschaft. Heinz Lund und Senator Wilhelm Eckström sind die Namen, die für diese erste große Herausforderung der noch jungen Marktgemeinschaft stehen. Der nächste Meilenstein war der Umzug unseres Blumengroßmarktes aus den Deichtorhallen in die heutige Halle. Und der bisher letzte große Sprung in der Marktentwicklung war wohl die Verwirklichung des millionenschweren Investitionsprogramms 'Fit für 2000'. Daneben gab es eine Vielzahl schöner Ereignisse, die mich gerne an mein Berufsleben auf dem Blumengroßmarkt zurückblicken lassen, wie zum Beispiel die Mitarbeit bei den Fachmessen, der Zeitpunkt der Gründung unserer Kundenzeitung Markt Blatt und die Mitorganisation der Hamburger Blumenbälle, die zunächst im CCH, später dann auf unserem Markt stattfanden.
Inzwischen habe ich es in einigen Fällen bereits mit der dritten Generation auf dem Großmarkt seit Gründung der Marktgemeinschaft im Jahr 1964 zu tun - da wird es wohl langsam Zeit, den Terminkalender zu schließen und den Stuhl zu räumen. Ich tue dies in dem beruhigenden Gefühl, dass mit Herrn Fagin ein kompetenter Nachfolger gefunden wurde. Ihm wünsche ich alles Gute und immer eine glückliche Hand an der Schnittstelle zwischen wohlverstandenen Interessen unserer Mitglieder und den Erfordernissen des Marktes in seiner Gesamtheit. Der Hamburger Blumengroßmarkt genießt in Deutschland und darüber hinaus einen hervorragenden Ruf; ich bin ein wenig stolz darauf, dass ich an meinem Platz meinen Teil zu diesem guten Image beitragen konnte!
Ich verabschiede mich von Ihnen, liebe Mitglieder, liebe Marktkunden, zum Jahresende mit Dank für die lange und für mich glückliche Zeit auf dem Hamburger Blumengroßmarkt! Ich wünsche unserem Markt eine gute und erfolgreiche Zukunft als bedeutende Blumen-Vermarktungsstätte Norddeutschlands und den damit verbundenen Menschen geschäftliches und persönliches Wohlergehen.
Gottfried Ziegenbein
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