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Traditionen zeitgemäß umgesetzt
Zu Advent und Weihnachten werden Traditionen ganz groß geschrieben. Das gilt um so mehr in dieser Zeit, die von grausamen Terroranschlägen, von Sorge und Angst gekennzeichnet ist. Die Menschen klammern sich an Bewährtes, Tröstliches. Ein Grund, warum Claudia Jeßen und Anja Rutenberg für ihre Show einen Reigen der klassischen Werkstücke vorbereitet hatten: Adventskränze und Türschmuck, Pyramiden und Gefäßfüllungen, Sträuße und Gestecke, Friese und Wipfel.
Die Farben Rot, Grün sowie Gold und Silber, Koniferen und andere Immergrüne, Engel und Sterne, Helloborus und Euphorbia pulcherrima, Nikolaus und Weihnachtsmann gelten als die Klassiker dieser letzten Wochen des Jahres. Sie verlieren nie ihre Gültigkeit. Und doch darf man nicht vergessen, dass der Zeitgeist auch am Fest aller Feste nicht spurlos vorbeigeht.
Die Werkstücke
Koniferen und andere Immergrüne, Kerzen in vielen unterschiedlichen Formen, Früchte, Gewürze, Kugeln, Figürliches, Engel und Sterne und Schmuckbänder sind unverzichtbare Elemente der Advents- und Weihnachtsfloristik. Hinzu kommen die typischen winterlichen Schnittblumen wie Euphorbia fulgens, Euphorbia pulcherrima, Helleborus niger und Hippeastrum-Hybriden und die Kult-Topfpflanzen des Winters, die Euphorbia pulcherrima, Cyclamen, Azalea und Schlumbergera.
Kränze: Der klassische Adventskranz ist aus Koniferen oder anderen Immergrünen gewickelt oder gesteckt und mit vier dicken Kerzen, mit Nüssen und duftenden Gewürzen sowie Schmuckband dekoriert. Etwa 75 Prozent der Bundesdeutschen bevorzugen die Farbe Rot (in unterschiedlichen Nuancen von leuchtendem Hellrot bis tiefem Bordeauxrot) in ihrer Advents- und Weihnachtsdekoration. Das trifft natürlich ganz besonders auf Familien mit Kindern zu. Rote Kerzen, rote Äpfel, duftende Koniferen, große Fichtenzapfen und viele kleine, liebenswerte Accessoires sind die wichtigsten Werkstoffe.
Claudia Jeßen und Anja Rutenberg präsentierten unterschiedliche Kranzvarianten. Beispielsweise einen Kinder-Adventskranz mit Fichtenzapfen, 24 kleinen roten Baumkerzen, die in Äpfeln steckten sowie kleinen Filzpüppchen. Oder ein etwas avantgardistisches Modell mit weißen Kerzen das auf mit farblich passenden, sisalumwickelten "Stacheln" stand. Das legendäre Helichrysum der 70er lebte in einem zartrosa- bis tiefbordeauxfarbenen Adventskranz wieder auf.
Friese: Advent - das ist nicht nur die Zeit der symbolträchtigen Kränze, das ist auch die Zeit der schmalen, langgestreckten Friesformen. Annette Kamping erweckte diese Werkstücke vor zwei Jahren zu neuem Leben. Sie haben jetzt wieder einen festen Platz im Repertoire der Floristen erobert. Vier Kerzen, Koniferen, duftende Gewürze und adventliche Accessoires kennzeichnen die Gestaltung. Nicht nur für Privathaushalte, sondern als jahreszeitliche Dekoration für Geschäftsräume, Hotelfoyers oder Restaurants sind Friese eine attraktive Alternative zum gewohnten Adventskranz.
Türschmuck: Der Brauch, als Willkommensgruß für Gäste einen Kranz an die Eingangstür zu hängen, stammt ursprünglich aus Skandinavien. Er hat sich aber auch in unseren Breitengraden durchgesetzt. Das Team Mytilus zeigte sowohl den schlichten, aber wirkungsvollen Reif aus Koniferen und anderen Immergrünen mit einem schlichten kontrastierenden Schmuckband als auch eine aus getrocknetem Xerophyllum "gewebte" und mit adventlichen Schmuckelementen bestückte Variante.
Gefäßfüllungen: Ein neues adventliches Dekorationselement sind mit Schmuckmitteln gefüllte Glasgefäße. Das können Zapfen, Kugeln und duftende Gewürze sein oder auch geschmückte weihnachtliche Kultpflanzen wie Helleborus niger oder Euphorbia pulcherrima.
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