Hans & Hänschen-Prinzip




Die niederländische Productschap Tuinbouw hat ermittelt: Rund 70 Prozent der Ausgaben für Blumen und Pflanzen werden von Menschen jenseits der 50 getätigt. Vor allem Senioren geben besonders viel Geld für Blumen und Pflanzen aus. Diese Zielgruppe kauft laut Studie auch eher für sich selbst ein und weniger, um anderen Menschen damit eine Freude zu bereiten.

 
Das ist eine klare Aussage, auf die man nun konsequent seine Werbe- und Verkaufsstrategien aufbauen könnte. Was heißt: Man hat verstärkt die „Alten“ (Pardon - die „Silver-Shopper“ oder „Golden-Ager“) als Zielgruppe mit Geld und Einkaufszeit im Blick. „Halt“, warnt da Frank Teuber, Marketingexperte und Chef des Blumenbüros Holland in Deutschland. „Die ältere Generation kauft jetzt nur darum verstärkt Blumen und Pflanzen, weil sie in den Jahrzehnten zuvor ebenfalls als Käufer umworben wurde.“ Die alte Volksweisheit „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ gilt auch hier. Für die grüne Branche bedeutet dies: Damit sich die älteren Herrschaften von morgen das Leben und ihr Umfeld mit Blumen und Pflanzen versüßen, müssen diese Produkte heute den Menschen ab dreißig schmackhaft gemacht werden. Tue das eine (die „Silver-Shopper“ umwerben), ohne das andere (die Jüngeren zum Blumenkauf animieren) zu vernachlässigen. Diese Strategie wird langfristig eher zum Verkaufserfolg führen.
Blumengrossmarkt Hamburg