In Hamburg sagt man tschüss …




Der 5. Dezember 1972 war sein erster Arbeitstag – am 31. Dezember 2007 wird es zum letzten Mal heißen „guten Morgen, Herr Schwarz …“. 35 Jahre und 27 Tage war Kurt Schwarz auf dem Blumengroßmarkt Hamburg aktiv. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn einen „gelben Schein“ hat er seinem Arbeitgeber in diesen vielen Jahren nur wenige Male vorgelegt.

 
Mit zwei Geschäftsführern sowie vier Vorstandsvorsitzenden hat Kurt Schwarz in seinen 35 Dienstjahren zusammengearbeitet. „Unter den gestrengen Augen des damaligen technischen Betriebsleiters, Rolf Müller, hatte ich mich in den alten Deichtorhallen vornehmlich darum gekümmert, dass es kein Chaos auf den engen Parkflächen gab“, schmunzelt er. Während der Ära Gottfried Ziegenbein erweiterte sich der Aufgabenbereich von Kurz Schwarz immer mehr. 1980 wurde er schließlich Betriebsleiter und ist seitdem für den gesamten technischen Bereich zuständig. Dazu gehören natürlich die Stromversorgung, ohne die gar nichts läuft, und die so wichtigen Kühlanlagen, ebenso das Marktaufsichts- und Marktreinigungspersonal, das Kassieren, das Marktbüro und vieles andere mehr.

„Zu meinen größten beruflichen Herausforderungen zählten 1984 der Ortswechsel von den Deichtorhallen zum jetzigen Standort sowie die umfangreichen Umbaumaßnamen ‚fit für 2000‘“, erklärt Kurt Schwarz. Da wurden die Hallen A und E gebaut, die Straße Nord überdacht, die Topfpflanzenanbieter in Straße 1 erhielten mehr Standfläche und die Flächen zum Be- und Entladen für Kunden- und Lieferfahrzeuge deutlich komfortabler, weil größer und durchweg beleuchtet. „Es gab in dieser Zeit viele technische Schwierigkeiten zu bewältigen, so manches Mal bin ich außerhalb der eigentlichen Arbeitsstunden zum Blumengroßmarkt gefahren, um größere und kleinere Katastrophen in den Griff zu bekommen. Aber immer“, fügt er hinzu, „bin ich gern zum BGM gefahren.“ Und das hat sich bis zu Kurt Schwarz letztem Arbeitstag nicht geändert.

Inzwischen läuft der Betrieb auf dem Blumengroßmarkt Hamburg rein technisch nahezu perfekt und Kurt Schwarz freut sich, seinem Nachfolger, Dirk Besser, „geordnete Verhältnisse“ übergeben zu können. Das Einarbeiten des Neuen gehörte dann auch zu der letzten großen Aufgabe, die Kurt Schwarz auf „seinem“ Blumengroßmarkt bewerkstelligt hat. Doch man kann sicher sein, dass es bei dem aktiven Mann kein passives Rentnerleben geben wird. „Jetzt habe ich viel Zeit, meine sportlichen Aktivitäten wieder aufzunehmen. Der Fußballverein, bei dem ich früher selbst gekickt habe, hat schon angefragt, ob ich nicht wieder die Jugendarbeit übernehmen könnte“, erzählt Kurt Schwarz. Und das wird er sicherlich mit all der Kraft machen, die er bisher in den Blumengroßmarkt Hamburg investiert hat.
Blumengossmarkt Hamburg