Herausforderungen annehmen


Von Andreas Fagin

Mit Blumen und Pflanzen Geld zu verdienen ist heute um einiges schwieriger als früher. Doch wann war dieses „früher“? Vor fünfzehn, zwanzig Jahren vielleicht. Da gab es klare Strukturen, Verbraucher kauften vorwiegend im Fachgeschäft, Kundentreue wurde groß geschrieben. Blumen und Pflanzen konnte man nicht quasi an jeder Straßenecke kaufen. Und erst die Ladenschluss- beziehungsweise –Öffnungszeiten. Die waren quasi ein Dogma, wurden kaum infrage gestellt. Die Kosten für Miete, Personal und Energie waren stabil. Trends oder „Moden“ - wie man damals sagte – entwickelten sich langsam, wurden dann von „Otto Normalverbraucher“ übernommen, um dann abgelöst oder zum Klassiker zu werden. Kurz gesagt: Das Handelsleben war um ein Vielfaches einfacher, überschaubarer, einschätzbarer und dadurch auch lukrativer.

 
Und heute? Verbraucher sind ambivalent, kaufen mal hier und mal dort, sind anspruchsvoll oder Schnäppchenjäger. Kundentreue? Viel zu häufig Fehlanzeige! Viele Wettbewerber wollen vom grünen Markt partizipieren. Wobei – und das belegen die neuesten von der ZMP ermittelten Branchenzahlen eindeutig – der Facheinzelhandel von den Verbrauchern beim Einkauf klar bevorzugt wird. In Deutschland sind noch keine englischen oder schweizerischen Zeiten eingezogen. Dort nämlich hat der Schnittblumen- und Pflanzenhandel in Supermärkten einen extrem hohen Qualitätsstandard. Der angestammte Blumenfachhandel befindet sich auf dem Rückzug. Lediglich Geschäfte mit einer ganz klaren Ausrichtung auf das untere oder das gehobene und hohe Preissegment mit Lifestyle-Floristik und Erlebniskauf behaupten sich im Markt.

Für den Blumenfachhandel in Deutschland heißt das, die Wettbewerber aufmerksam zu beobachten und die eigenen Kernkompetenzen offensiv ins rechte Licht zu setzen.
Vor allem gilt es aber, die Herausforderungen anzunehmen. Der Blumengroßmarkt Hamburg unterstützt speziell die inhabergeführten Blumenfachgeschäfte dabei nach allen Kräften. Und zwar mit einer großen Produktvielfalt in hervorragender Qualität zu fairen Marktpreisen. 230 Marktbeschicker bieten Tag für Tag rund zigtausend Artikel an. Besonders attraktiv ist der BGM durch den unvergleichlich hohen Anteil an marktnahem Anbau. Da stimmt die Öko-Bilanz, das stimmen Produktionsbedingungen und Qualität. Darüber hinaus bietet der Blumengroßmarkt Hamburg genau die Service-Leistungen, die auf die Bedürfnisse des Blumenfachhandels zugeschnitten sind. Und zu guter Letzt gibt der BGM in Zusammenarbeit mit dem Partner FDF-Nord wertvolle Warenpräsentations- und Gestaltungsanregungen. Freuen darf sich das norddeutsche Fachpublikum schon jetzt auf zwei attraktive Markt-Events am 1. Mai und 3. Oktober 2008.

Bleibt mir zum Jahresabschluss, Ihnen allen im Namen der Marktgemeinschaft Blumengroßmarkt Hamburg ein gutes Weihnachts- und Silvestergeschäft sowie ein persönlich wie geschäftlich positives 2008 zu wünschen.
Blumengossmarkt Hamburg