Kerzen:


Mit Sicherheit ein gutes Gefühl

„Seit die Neufassung des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes gilt, müssen sich auch Floristen viel mehr um die sichere Verarbeitung von Kerzen bemühen, um nicht im Rahmen der Produkthaftung zur Kasse gebeten zu werden. Der Gesetzgeber fordert, dass ein Produkt nur dann in den Verkehr gebracht werden darf, wenn bei bestimmungsgemäßer Verwendung oder vorhersehbarer Fehleranwendung Sicherheit und Gesundheit von Verwendern oder Dritten nicht gefährdet werden. Bieten also Floristen Gestecke und Adventskränze an, in denen Kerzen ohne eine nicht-brennbare Unterlage verarbeitet sind, entsprechen diese nicht den Anforderungen dieses Gesetzes. Zuständige Ämter können daher den Verkauf solcher Produkte untersagen.“ Mit diesen eher trockenen Worten begann John Langley seine Fachinformationen während des BGM-Markt-Events, um dann mit einigen Praxisbeispielen sichere Kerzenverarbeitungen zu demonstrieren.

 
Feuerfest auf Kerzentellern: Sicher im Sinne des Gesetzgebers sind Kerzen verarbeitet, wenn sie auf einem Kerzenteller stehen. Der Bedarfshandel bietet inzwischen eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle an. Keinesfalls darf man – etwa aus gestalterischen Gründen – diese Kerzenteller mit Trockenwerkstoffen abdecken und dann die Kerze darauf befestigen. Zwischen Kerzenteller und Kerze darf sich nichts Brennbares befinden. Bei größeren Kerzen sollte man sich allerdings nicht nur auf die Haltefähigkeit des Teller-Dorns verlassen, sondern das Stimmungs-licht zusätzlich mittels Heißkleber fixieren.

Sicher im Glas: Empfehlenswert ist es ebenfalls, Kerzen in Gläser zu stellen. Der Bedarfshandel bietet sogar Gefäße an, die man mit einem Dorn sicher im Adventskranz befestigen kann.

Vorsicht Draht: Verzichten sollte man eigentlich grundsätzlich auf das Drahten von Kerzen. Bei dieser Technik werden zwei bis vier Steckdrähte von unten in die Kerze geschoben, um sie dann im Gesteck oder auf dem Adventskranz zu befestigen. Wer dieses Drahten partout nicht lassen will, sollte zumindest auf die BSS-Sicherheitskerzen zurückgreifen. Diese sind im Boden mit einem Aluplättchen ausgestattet, das die Funktion eines Kerzentellers übernehmen soll. Floristmeister John Langley ist der Meinung: „Bitte auch mit Aluplättchen nur Drahten, wenn keine andere Technik möglich ist.“



Sicherheit und Schutz vor Bränden bietet eine völlig neuartige Kerze, die die Richard Wenzel GmbH & Co. KG entwickelt hat. Unter dem Namen „Safe Candle“ bringt das Unternehmen die erste universell einsetzbare Kerze auf den Markt, die sich selbst auslöscht. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Die Kerze lässt sich mit wenigen Handgriffen leicht an Adventskränzen und Gestecken befestigen. Die Vorteile der selbstverlöschenden Kerze, die derzeit einzigartig auf dem Markt ist, beschreibt John Langley so: „Die Flamme löscht sich selbst, wenn eine bestimmte Restwachsmenge erreicht ist. Der patentierte Dochthalter leitet keine Wärme, der brennende Docht rutscht nicht nach unten durch und kann auch nicht zur Seite umfallen. Die Kerze geht immer von allein aus.“
Produktinformationen für Kunden: „Der Gesetzgeber fordert über das sichere Befestigen von Kerzen hinaus übrigens eine Gebrauchsanweisung für den Endverbraucher“, führte John Langley aus. Das kann beispielsweise ein brandroter Warnhinweis sein. Diese Klebeetiketten von der Rolle sind bereits im Bedarfshandel erhältlich. Das ist nicht unbedingt John Langleys erste Wahl. Er meinte: „Wer seine Kunden nicht mit leuchtend roten Warnungen verunsichern, sondern sie über den Umgang mit Kerzen informieren möchte, sollte etwas ausführlichere Produktinformationen nutzen.“ Diese hält als Kopiervorlage beispielsweise der BGM für seine Einkäuferinnen und Einkäufer parat. Einen Gestaltungstipp gab John Langley auch hierfür: „Edel sieht es aus, wenn man das Infoblatt auf einem farblich zum Werkstück passenden Pergamentbogen ausdruckt und mit einem Schmuckband oder einer Zierklammer befestigt.“
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