Kundenorientierung




Nun ist es auch offiziell so weit: Auf einer Versammlung am 18. September in Grünberg wurde die »Vereinigung deutscher Blumengroßmärkte e.V.« (VDB) etabliert. In dieser Interessenvertretung haben sich die traditionellen deutschen Blumengroßmärkte aus Berlin, Hamburg, Dortmund, Köln, Bonn, Frankfurt, Mannheim, Stuttgart, Ulm, Reutlingen und Karlsruhe zusammengeschlossen. »Unser oberstes Ziel heißt Kundenorientierung«, umschreibt der Vorstandsvorsitzende der Vereinigung, Hans-Georg Biller aus Mannheim, die angestrebte Richtung.

 
Neben Hans-Georg Biller wurden Raimund Korbmacher aus Köln, Siegfried Wisotzky aus Frankfurt und Andreas Fagin aus Hamburg in den Vorstand gewählt. Die elf Mitglieder des VDB erwirtschaften zusammen einen jährlichen Umsatz von weit über 350 Millionen Euro. Damit zählt die »Vereinigung« zu den bedeutenden Institutionen der grünen Branche. »Wir haben uns bewusst für schlanke Strukturen entschieden«, erläutert Hans-Georg Biller die Organisationsform der VDB, zu der ausschließlich traditionelle Blumengroßmärkte gehören. »Wir möchten dazu beitragen, dass unsere Kunden, insbesondere der Blumenfachhandel, im immer härter werdenden Wettbewerb bestehen können«, erklärt das Hamburger Vorstandsmitglied Andreas Fagin. Zu den jetzt schon durchgeführten Aktivitäten zählt insbesondere die Interessensvertretung innerhalb des ZVG. Über einen konkreten Maßnahmenplan für das Jahr 2008 wird im Januar in Berlin beraten.

»Aus der Region, für die Region – dieses Motto gilt für alle Mitglieder der VDB«, kommentiert Vorstandsmitglied Raimund Korbmacher die Strategie. »Insbesondere durch verbesserten Erfahrungs- und Informationsaustausch können wir nun noch kundenorientierter agieren«, schließt er an. Wobei die VDB zwar gemeinsame Aktivitäten anstrebt, die Individualität der einzelnen Blumengroßmärkte aber nicht angetastet wird. »Maßnahmen, die in Frankfurt gut und richtig sind, müssen aber beispielsweise in Berlin nicht ebenfalls erfolgreich sein. Alle einzelnen Aktivitäten werden also dahingehend durchleuchtet, die VDB ist kein Zwangsverein«, erläutert Vorstandsmitglied Siegfried Wisotzky.

Erörtert und analysiert werden alle Strukturen, die auch für die Kunden wesentlich sind. Öffnungszeiten, Abholdepots und Lieferservice, Telefonverkauf, Werbemittel, marktnahe Produktion oder gemeinsam organisierte Fach- und Informationsveranstaltungen sind nur einige Stichworte der umfangreichen Aufgabenstellung. »Alle Mitglieder wünschen, dass die VDB für die Kunden ebenso wie für die Erzeuger und Großhändler auf den traditionellen Blumengroßmärkten so etwas wie ein Dienstleister wird«, resümiert der Vorstandsvorsitzende Hans-Georg Biller.
Blumengrossmarkt Hamburg