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Die vereinzelt (aber nicht unbedingt von braven Familienvätern) heute noch praktizierte »Saufkultur« des Vatertagfeierns ist Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin und Umgebung aufgekommen. Der Volkskundler Gunther Hirschfelder (Universität Bonn) sagte: »Der Aufstieg des Vatertags fällt zusammen mit der Entstehung der Kneipenkultur, einem romantischen Naturbild und größerer Kaufkraft durch die Industrialisierung.«
Sitten und Gebräuche wandeln sich im Laufe der Zeit, und so feiern die »modernen« Papas den Vatertag heute eher mit ihren Lieben gemeinsam. Was bedeutet: Papi bekommt von Frau und Kindern einen schönen Männer-Blumenstrauß (oder auch einen Kaktus mit Rasierpinsel und Schaum) – und ab geht’s in die Sommerfrische.
Sie meinen, Männer und Blumen das passt nicht zusammen? Irrtum! Auch die Herren schätzen ein blumiges Präsent. Es muss nur auf ihre Persönlichkeit, also eher etwas maskuliner in der Farben- und Formenauswahl, zugeschnitten sein. Statt fülliger, weiblicher Rosen, eher Anemonen, Ranunkeln und Ornithogalum. Statt Glitzerrosé und Pastelltöne, eher Kühles wie Blau und Türkis oder reine, klare Farben wie Rot und Gelb sowie Grün.
Foto: Blumenbüro Holland |
| Blumengrossmarkt Hamburg |
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