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Generell gilt: Die Wertigkeit von Festen per se und die der Hochzeitsfeierlichkeiten en Detail steigt wieder. Zwar ist die Zahl der Heiratswilligen seit 1950 (750.452 Eheschließungen) bis 2005 (389.461 Eheschließungen) stetig rückläufig, doch werden die Hochzeiten seit einigen Jahren wieder mit großem Aufwand zelebriert. Zur größeren Ausgabebereitschaft trägt sicherlich auch das gestiegene Alter der erstmals Heiratswilligen bei. Die Herren sind immerhin durchschnittlich 32,6 und die Damen 29,6 Jahre alt, wenn sie sich das erste Mal trauen. Zahlenspiele: Der beliebteste Heiratsmonat ist nach wie vor der Mai – wenn man die bundesweite Statistik betrachtet. Schaut man sich hingegen die Rankingliste der einzelnen Bundesländer an, sieht das schon ein wenig anders aus. Da hat die bundesweite Nummer zwei, der Dezember, in Bremen, Hamburg, Saarland und Nordrhein-Westfalen den Mai von Platz eins auf Platz zwei verdrängt. Einig hingegen sind sich die Menschen, wenn es um den unbeliebtesten Heiratsmonat geht. Der Januar steht in 14 Bundesländern als Schlusslicht da. Lediglich in Bremen und Hamburg findet sich jeweils der Februar am Ende der Liste. Dies ist nur ein kleiner Einblick in das umfangreiche Statistikmaterial zum Thema Eheschließungen.
Und wozu das ganze Zahlenwerk? Die Antwort ist einfach. Es wird benötigt, um zu wissen, wann sich die Werbung für Hochzeitsfloristik besonders lohnt. In heiratsarmen Zeiten macht die Promotion für die Leistungen in diesem Bereich wenig Sinn, in den Hochzeiten der Hochzeit ist sie unerlässlich.
Übrigens: Bei der Aufstellung eines Jahreswerbeplanes ist auch die Liste der
Blumengeschenktage hilfreich. Ein Plakat zum Aushängen gibt es als besonderen
Service auf dem Blumengroßmarkt.
Chefsache Brautschmuck
Lieblingswerkstück vieler Floristinnen und Floristen ist der Brautschmuck, das wichtigste florale Accessoire am Tag der Hochzeit. Hinzu kommen können – je nach Umfang der Feierlichkeiten – Anstecker für den Bräutigam (sowie für die Gäste), die Sträuße für das Standesamt und die Brautjungfern, ein »kleines Double« ähnlich dem Brautstrauß, um den Brauch des »Brautstraußwerfens « wahrzunehmen, Kopfkränze für Braut, Blütenkinder und Brautjungfern, Blüten- und Streukörbe als Leihgabe, Auto- und Kutschenschmuck, Tisch- und Raumdekoration sowie Kirchenschmuck.
Was heißt: Das Geschäft rund um die Hochzeit ist umfangreich und in vielen Blumenfachgeschäften Chef - oder besser Chefinnen-Sache. Dass man sich für dieses wichtige Beratungsgespräch Zeit nimmt, es in einer angenehmen Umgebung führt und aussagefähiges Bildmaterial vorliegt, versteht sich eigentlich von selbst. Wer solche Aufträge zwischen »Tür und Angel« also quasi am Tresen »abfackelt«, verschenkt bares Geld oder – noch schlimmer – verliert Kunden.
Was darf es denn sein?
Ob Calla oder Orchidee, Anemone oder Freilandrose – der Phantasie sind bei der Auswahl von Werkstoffen und Dekorationsmaterialien bei der Gestaltung in der Hochzeitsfloristik keine Grenzen gesetzt. Ob ein langstieliger Calla-Armstrauß für die Braut im nostalgische Outfit, ein dekorativer, blumiger Wasserfall für die romantische Braut im langen weißen Kleid, ein aufgelockerter Biedermeier für das Standesamt, ein graphischer Strauß, passend zum strengen Kostüm, eine schlichte Einzelblüte oder gar extravaganter Körperschmuck – erlaubt ist, was der Braut gefällt.
Foto: www.fotolia.de |
| Blumengrossmarkt Hamburg |
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