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Ein Team der Berufsgenossenschaft Einzelhandel (BGE) hat die Präventionskampagne kürzlich auf Blumengroßmarkt Hamburg vorgestellt und gezielt in Richtung Hautpflege und Hautschutz beraten. Wie wichtig derartige Informationsaktionen sind, beweisen die statistischen Zahlen.
Allein bei der für die grüne Branche zuständigen Berufsgenossenschaft Einzelhandel werden jährlich rund 800 Hauterkrankungen angezeigt. Die Aufwendungen für Versicherte mit Hauterkrankungen liegen bei knapp vier Millionen Euro. Bei den gewerblichen Berufsgenossenschaften insgesamt entfielen mit 8.460 Fällen im Jahr 2004 allein mehr als ein Drittel der bestätigten Berufskrankheiten auf Hauterkrankungen. Deren Kosten beliefen sich im gleichen Jahr auf 132,6 Millionen Euro. Die geschätzten gesamtwirtschaftlichen Kosten betrugen hierbei etwa 1,25 Milliarden Euro. Die Krankenkassen zählen darüber hinaus je 100 Pflichtmitglieder durchschnittlich 21 Arbeitsunfähigkeitstage, die auf Hauterkrankungen zurückzuführen sind. Im Jahr 2002 beliefen sich die direkten Kosten hierfür auf vier Milliarden Euro.
Aber nicht nur aus volkswirtschaftlicher, sondern auch aus sozialer Verantwortung sollte über die Möglichkeiten zur Vermeidung von Hauterkrankungen nachgedacht werden, denn Hauterkrankungen ziehen häufig eine Tätigkeitsaufgabe beziehungsweise den Verlust des Arbeitsplatzes nach sich.
Schon das sind viele gute Gründe, das Thema "Hautschutz" nicht als überflüssigen Kram abzutun. Hinzu kommt noch ein weiterer, nicht zu unterschätzender Aspekt, nämlich die Höhe der Beiträgt, die Betriebe an die Berufsgenossenschaft abführen müssen. Im Jahr 2000 beispielsweise hat eine Aufklärungsaktion bereits zu einem spürbaren Rückgang der Hauterkrankungen und der damit verbundenen Kosten. Eine Reduzierung des Mitgliedsbeitrags für Floristen um fast 15 Prozent war eine positive Folge.
Mit wenig Aufwand viel gewinnen
Hauterkrankungen lassen sich mit einem geringen organisatorischen und finanziellen Aufwand verhindern. Regelmäßig praktizierter Hautschutz verhindert in fast allen Fällen das Entstehen von Hautschäden. Hautschutz besteht aus der konsequenten Verwendung von Hautschutzcremes sowie Hautreinigungs- und Hautpflegemitteln. Schutzhandschuhe werden dabei so oft wie nötig, aber nur so lange wie unbedingt nötig eingesetzt.
Die eingesetzten Produkte müssen auf die hautschädigenden Einwirkungen abgestimmt sein. Deshalb ist es ratsam, nicht die erstbeste Creme oder den nächstbesten Handschuh zu nehmen, sondern sich von Fachleuten beraten zu lassen.
Handreinigungssystem Plum
Auf dem Blumengroßmarkt Hamburg gibt’s genau das Pflegesystem, das die BGE als besonders geeignet empfiehlt. Erhältlich sind Cremeseife, Handreiniger sowie Pflegecreme an Stand 540 bei Schauer für den Gartenbau.
Übrigens: Wer bei unserem Preisrätsel auf Seite 15 mitmacht, kann ein Handpflegeset gewinnen und sich von der Wirksamkeit überzeugen.
Weitere Information ...
... zu diesem Thema gibt’s im Internet unter www.2m2-haut.de. Bei Fragen zur Umsetzung des Hautschutzes im eigenen Unternehmen kann mach sich an den zuständigen Präventionsmitarbeiter wenden. Telefonnummer finden sich auf der Internet-Site im Bereich: Service/Adressen. Oder man schreibt eine E-mail an: 2m2-haut@bge.de.
Praxistipps für heile Haut
- Am Arbeitsplatz alle Ringe abnehmen - unter ihnen können sich Feuchtigkeit und Haut schädigende Rückstände sammeln.
- Bei Feuchtarbeiten immer geeignete Handschuhe tragen.
- Hände nie mit Seife, sondern stets mit milden, hautschonenden Reinigungspräparaten, die der Haut auch bei häufiger Anwendung nicht schaden, waschen.
- Keine Hand- oder Nagelbürsten verwenden, in aufgeraute Haut können Bakterien und Schadstoffe besonders gut eindringen.
- Hände stets mit kaltem oder lauwarmem, aber niemals mit heißem Wasser waschen.
- Hände immer sorgfältig abtrocknen, auch zwischen den Fingern.
- Hände nach jeder Handwäsche eincremen. Das gilt übrigens auch an freien Tagen und im Urlaub. Dabei die Creme auf den Handrücken geben und darauf achten, dass die Fingerzwischenräume nicht vergessen werden. Wasserabweisende, schnell einziehende Handcremes, die nicht fetten, sind am Arbeitsplatz optimal. Wichtig: Eine Handcreme wählen, die die hauteigenen Schutzmechanismen mit Hautschutzvitaminen lang anhaltend aktiviert. |
| Blumengrossmark Hamburg |
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