Outdoor-Markt
Trends sehen, Chancen nutzen
Hobbys und Freizeitmoden lösen sich in immer kürzeren Folgen ab, doch die Freude am Garten bleibt ungebrochen modern. Untersuchungen belegen, dass sich die Beschäftigung mit dem Garten stabil im ersten Drittel der Freizeitaktivitäten behauptet. Umfrage-Ergebnisse zeigen, dass allein in Deutschland 58 Prozent der Bevölkerung einen eigenen Garten besitzt. Das sind rund 36,2 Millionen Gartenbesitzer. Von den übrigen wünschen sich 28 Prozent das eigene Grün, was ein stattliches Potenzial für einen weiter wachsenden Markt in Aussicht stellt.
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| Aufgrund der sich verändernden Gesellschaftsstruktur wird in den nächsten Jahren der Garten an Bedeutung weiter zunehmen. Die Beschäftigung mit dem Grün wird neue Facetten erleben. So trägt ein Garten zu einem sinnvollen, aktiven Alter bei und fördert die Vitalität. Gartenarbeit besitzt therapeutischen Wert und erhält die psychische wie physische Gesundheit. Gartenarbeit ist ein Fitness-Programm in der freien Natur, fernab der modernen Studios. Ein Fakt, den die CMA und das Blumenbüro Holland mit ihrer Kampagne "Der Garten bewegt mich" aufgreifen. Kostenfreie Werbemittelpakete gibt es jeweils im BGM-Marktbüro.
Allgemein hat sich die Struktur der "Gartenarbeiter" nicht nur durch die generelle Alterung der Gesellschaft erheblich verändert. Die Unter-50-Jährigen beschäftigen sich heute weniger mit dem Garten als früher, die 60-Jährigen und Älteren dagegen mehr. Auffällig ist der Rückgang bei den Frauen im mittleren Alter. Das wird mit deren steigenden Erwerbsquote in Verbindung gebracht, hängt aber auch mit dem Angebot von Konkurrenz-Hobbys, der Zunahme kleiner Haushalte und der Verschiebung der Altersschwelle zusammen. Bei den Männern ist die Entwicklung ähnlich, wobei hier vermehrt die stark gestiegenen Freizeitoptionen ausschlaggebend sind.
Dienstleistung gefragt
Interessant ist aber auch die Zahl jener Menschen, die mit dem Garten Probleme verbinden. 41 Prozent aller 60-Jährigen und älteren klagen, dass ihnen die Gartenpflege zu anstrengend ist und zu viel wird. Insgesamt hat jeder fünfte Gartenbesitzer das Gefühl, dass der Garten ihn kräftemäßig zunehmend überfordert. Hinzu kommt die mittlere Generation, die durch Beruf und Familie besonders gefordert ist. Ihr fehlt einfach die Zeit, um sich ausreichend um den Garten zu kümmern. Die Daten zeigen einen enormen Bedarf an Unterstützung und qualifizierter Garten-Dienstleistung - ein Bereich, der gewaltige Entwicklungs- und Wachstums-Chancen in sich birgt.
Verkaufserfolg Convenience
Eindeutig geht die Tendenz zum pflegeleichten Garten. Er soll Ort der Kommunikation und Sozialkontakte sein, ein Rückzugsgebiet und Freiraum für Kreativität und Ästhetik. Jedem Bereich können entsprechende Produkte zugeordnet werden, die aufgrund des Bedarfs im Handel einen guten Absatz erwarten lassen. Erfolgreich wird derjenige sein, der diese Produkte zielgruppengenau, in einer kundenfreundlichen Version und mit einem umfangreichen Dienstleistungspaket anbieten kann.
Ein Beispiel: Heckenpflanzen dienen der Wahrung der Privatsphäre und der Abgrenzung zur restlichen Welt. Werden neben den üblichen Heckenpflanzen darüber hinaus noch bereits fertige mobile Heckenelemente zum Selbsteinbau angeboten, und diese auf Termin wunschgemäß zum Kunden geliefert oder sogar gepflanzt, so ist der Begriff Convenience (Bequemlichkeit) in diesem Fall gut umgesetzt worden. Die Liste der Beispiele ließe sich beliebig weiterführen. Im Pflanzenbereich stehen wir erst am Anfang der Convenience-Phase. Stand der Verbraucher bis vor kurzem noch völlig überfordert und allein gelassen vor einem riesigen Pflanzensortiment, so sind heute Hilfen gefragt, die den pflegeleichten Garten als Sortimentspaket anbieten oder dem Ästhetiker unter den Pflanzenliebhabern den "Weißen Garten" oder den "Englischen Garten" als Thema anbieten.
Fazit: Trotz schleppender Konjunktur und einer gewissen Kaufzurückhaltung liegen Blumen und Pflanzen in der Gunst der Verbraucher ganz vorn. Der Pro-Kopf-Verbrauch bei Blumen, Zierpflanzen, Obst- und Ziergehölzen sowie Stauden hat sich in den letzten 20 Jahren sehr positiv entwickelt. Insbesondere bei Topfpflanzen sowie Obst- und Ziergehölzen kam es hier nahezu zu einer Verdopplung des Verbrauchs.
Gute Vorzeichen also für alle Blumen- und Gartenfachhändler, die ihren Kunden nicht nur schlicht Produkte anbieten, sondern ihnen das ganze Jahr über grüne Erlebniswelten präsentieren. Die Marktbeschicker auf dem Blumengroßmarkt Hamburg stehen den Einkäuferinnen und Einkäufern dabei mit ihrem vielfältigen Sortiment und ihrem Fachwissen zur Seite.
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