Outdoor-Sommer 2006


Chancen nutzen - Service bieten

Es ist wie Magie: Wenn Mitte bis Ende April das Thermometer die 20-Grad-Marke übersteigt, gibt es kein Halten mehr – die Menschen möchten den Sommer auf Balkone, Terrassen und in Gärten holen. Dabei ist es vielen egal, ob die Eisheiligen bereits ihr Unwesen getrieben haben oder nicht. Für den Blumenfachhandel ist das Startdatum für die Sommersaison in jedem Jahr ein Vabanquespiel, denn eine verlässliche Wettervorhersage über Wochen gibt es leider (noch) nicht. Also halten sich viele Anbieter an über lange Jahre erworbene Erfahrungswerte. Generell heißt das: Der Startschuss für die Sommersaison fällt Anfang Mai.

 
Sommer-Sortiment

Marktbeschicker auf dem Blumengroßmarkt präsentieren zum Sommersaison-Start all das, was die Verbraucher in Kästen und Kübel sowie Beete pflanzen möchten. Da sind die bewährten Klassiker wie Pelargonien, Petunien, Fuchsien, Ageratum, Verbenen, Begonien, Impatiens, Zinnien und Tagetes ebenso vertreten wie neuere Arten, etwa Bidens, Calibrachoa, Diascia, Sutera, Nemensia oder Osteospermum. Und wie in jedem Jahr bieten Züchter und Kultivateure eine Vielzahl neuer Sorten mit verbesserten Eigenschaften und in trendigen Farben.

Neben dem typischen saisonalen Beet- und Balkonpflanzen-Sortiment gehören auch Stauden zum Angebot. Diese werden nicht nur in Beete und Kübel gepflanzt, sondern schmücken auch Balkonkästen. Dort können sie zwar nicht unbedingt artgerecht wachsen, denn Stauden sind ja eigentlich für eine dauerhafte, nicht für die saisonale Bepflanzung gedacht. Doch sie bereichern das Sortiment uneingeschränkt und sind auch von der Preisseite her für den Blumenfachhandel ein attraktives Produkt.

Eine leckere Bereicherung des saisonalen Angebotes für die Kasten- und Kübelbepflanzung sind auch so genannte Nutzgewächse. Über viele Monate fruchtende Erdbeeren im Balkonkasten oder in speziellen Terracotta-Gefäßen haben sich bereits bewährt. Doch man kann den Verbrauchern auch Salate, Tomatenpflanzen und viele Kräuter anbieten. Wird dann noch ein werbewirksamer Name gefunden (etwa Gourmet-, Genuss- oder Nasch-Pflanzen), können diese Produkte schnell zum Renner werden.

Service-Leistungen

Um seinen Kunden das volle Sortiment an Beet- und Balkonpflanzen, Stauden, Genießerpflanzen, Blattschmuckpflanzen, Substraten, Dünger sowie Kästen und Kübel anbieten zu können, braucht der Blumenfachhändler vor allem eines, nämlich ausreichend große Verkaufsflächen. Einzelhandelsgärtnereien und Gartencenter gehören beispielsweise zu den so genannten "Outdoor-Vollsortimentern". Doch auch alle anderen Unternehmen der grünen Branche können an dem guten Geschäft mit der Saisonware partizipieren. Hier heißt die Devise: Genau das anbieten, was zum Kundenklientel passt und verstärkt auf Service-Leistungen setzen.

- Gehören beispielsweise viele ältere (zahlungskräftige) Menschen zu Ihren Kunden, dann bieten Sie ihnen einen komfortablen Bepflanzungsservice an. Das bedeutet: Kästen und Kübel werden beim Kunden direkt vor Ort bepflanzt.

- Oder die Kunden bringen ihre Gefäße ins Geschäft, Sie bepflanzen und liefern die Balkonkästen dann ins Haus.

- Oder Sie bieten Ihren Kunden ein "rund-um-sorglos-Paket" mit Pflanzen, Substrat und Dünger für jeweils einen Meter Balkonkasten – in drei, vier unterschiedlichen Farbzusammenstellungen für sonnige und halbschattige Standorte.

Und wer auch für solche Aktionen keinen Platz hat, der bietet halt sommerliche Outdoor-Bepflanzungen im Miniformat – als Präsent für 1001 Gelegenheiten in den hoffentlich sonnig-warmen Sommermonaten.
Blumengroßmarkt