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Ab dem 1. Januar 2002 muss der Euro als Zahlungsmittel entgegengenommen werden, und die Preise müssen in Euro ausgezeichnet sein. Der Hauptverband des deutschen Einzelhandels und weitere Verbände haben sich freiwillig verpflichtet, bis zum 28. Februar 2002 noch Deutsche Mark entgegen zu nehmen. Das bedeutet: Der Kunde erwartet, dass er zwei Monate lang überall in Mark und Euro bezahlen kann. Der Handel soll also - so das Konzept - bei der Umtauschaktion eine wichtige, aktive Rolle spielen.
Das bedeutet natürlich, dass - speziell in den ersten zwei Monaten - wesentlich mehr Euro-Wechselgeld benötigt wird als zu DM-Zeiten. Es empfiehlt sich, dieses rechtzeitig bei der Hausbank anzufordern. Denn am ersten "Eurotag" wird der Andrang dort sicherlich sehr groß sein. Einige Banken und Sparkassen bitten ihre Firmenkunden bereits jetzt mittels Vordruck, ihren Euro-Bargeldbedarf anzumelden, damit sie selbst sich entsprechend bevorraten können.
Praxistipps
Wie wird es nun praktisch im Handel ab dem ersten Geschäftstag 2002 und an den folgenden Tagen im Kassenbereich ablaufen? Der Kunde kauft beispielsweise ein fertiges Werkstück, das (ordnungsgemäß) in Euro ausgezeichnet ist. Er zahlt in DM, bekommt aber als Wechselgeld Euro zurück. Um die entsprechenden Summen ausrechnen zu können, sollten alle mit dem Kassieren beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über einen Euro-Taschenrechner verfügen, der die Umrechnung sozusagen auf Knopfdruck durchführt. Bitte auf jeden Fall daran denken: Die Mitarbeiter müssen diese Umrechnung üben, damit es im "Ernstfall" problemlos klappt.
Wer nicht über eine dieser modernen Kassen verfügt (was sicherlich an vielen Wochenmarktständen und in kleinen Geschäften der Fall sein wird), kann sich in diesen zwei "Doppelwährungsmonaten" mit einem einfachen Trick behelfen: Man richtet neben der normalen Euro-Kasse einfach eine "Umtauschkasse" ein.
Praktisch liefe das dann wie folgt ab: Der Kunde kauft einen Strauß für 10,- Euro (= 19,56 DM). Er bezahlt mit einem 50,- DM-Schein (= 25,56 Euro). Diese 25,56 Euro werden dem Kunden ausgehändigt (aus der Umtauschkasse) und davon zahlt er die 10,- Euro für den Strauß. Die Gelder, die nur gewechselt wurden, verbleiben in der Umtauschkasse, die realen Einnahmen (in Euro) gehen in die Ladenkasse, die die Umsätze erfasst. Auf den ersten Blick etwas umständlich, doch für Verbraucher wie für das Kassenpersonal transparent. Und auf "klare Verhältnisse" wird es ganz besonders ankommen während dieser ersten zwei Monate der "Eurozeit".
Euro-Preise
Vorteilhaft für einen reibungslosen Ablauf in der heißen Phase Januar und Februar 2002 ist es sicherlich, wenn im Vorwege - spätestens im Dezember - die Preise so ausgezeichnet werden, dass die Euro-Werte möglichst gerade und damit die DM-Werte ungerade werden, beziehungsweise die Schwellenpreise von DM auf Euro umgestellt werden. Dies gibt Kunden aber auch Mitarbeitern die Gelegenheit, sich an die "neuen Preise" zu gewöhnen. Was natürlich voraussetzt, dass die hauseigene Kalkulation von DM auf Euro umgestellt wird.
Informationen im Internet
Zum Thema Euro und Euro-Umstellung gibt es im Internet zahlreiche Informationen. Hier eine kleine Auswahl:
www.bmwi.de (Bundesministerium für Wirtschaft)
www.euro.ecb.int (Europäische Zentralbank)
www.diht.de (Deuscher Industrie- und Handelstag)
www.bankenverband.de/euro/index.asp#6 (Bankenverband online - Fragen und Antworten zum Euro)
www.euro-aktuell.de (Infodienst der Sparkassen)
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| Angelika Langley (flower@t-online.de) |
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