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Dies alles hat Konsequenzen für die traditionellen Produktionsgebiete insbesondere in Nordwest-Europa. Neue Abnehmergruppen, etwa die großen europäischen Einzelhandelsketten, kaufen Rosen zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis, die sich außerdem noch als Produkt für das Supermarktsortiment eignen. Geordert wird meist nicht auf den niederländischen Blumenversteigerungen, sondern direkt in Afrika. Oder man deckt seinen Bedarf bei einzelnen Importeuren, die Rosen aus Afrika einführen.
Rosenzüchter in den Niederlanden, Deutschland und Frankreich haben diesen Entwicklungen bereits vorgegriffen, indem sie in den wichtigsten neuen Produktionsgebieten Auslandsniederlassungen gegründet haben. Das ist jedoch nicht alles. Durch die zunehmende Konkurrenz müssen Produktionsgärtner in Nordwest-Europa alle Hebel in Bewegung setzen, um der Konkurrenz aus den Niedriglohnländern gewachsen zu sein. Dabei benötigen sie die Hilfe der Rosenzüchter. Es gibt einen Trend unter den Züchtern, viel stärker auf die Arbeitskosten bei der Verarbeitung zu achten. Auch die Eignung der Rosen zur maschinelle Verarbeitung sowie der Ertrag pro Quadratmeter sind zu wichtigen Kriterien geworden.
Und noch etwas spricht für die Rosenproduktion in den heimischen Regionen: Die Verbraucher schätzen Blumen, die aus ihrer unmittelbaren Nähe stammen. Es ist der Frische-Aspekt, der nicht nur bei Obst und Gemüse, sondern auch bei Schnittblumen und Pflanzen ein unschlagbares Verkaufsargument ist.
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