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Die glühende Sonne Nordafrikas, Griechenlands und anderer südlicher Länder lässt ein Pflanzenleben wie es in Deutschland üblich ist nicht zu. Die auf unseren Friedhöfen bewährte Umrahmung mit Immergrünen, buschig oder säulenförmig wachsenden Laub- oder Nadelgehölzen, die Bodendecke aus niedrig bleibenden Zwergsträuchern oder Stauden und der jahreszeitlich wechselnde Blumenschmuck wird in den Mittelmeerländern durch Steinplatten ersetzt, auf die Blumentöpfe oder Pflanzschalen mit blühenden Blumen gestellt werden.
In Griechenland ist es bis heute üblich, dass die Angehörigen das Grab eines Verstorbenen vierzig Tage nach seinem Tode regelmäßig besuchen und mit frischen Blumen schmücken. Die Seele, so glauben die Griechen, braucht vierzig Tage, um sich ganz von der Welt zu lösen.
Auf französischen oder italienischen Gräbern findet man nicht selten hintereinander gestellte Grabtafeln mit den Bildern der Verstorbenen. Durch die Bilder, die meist aus passbild- oder postkartengroßen Fotos bestehen, wollen die Angehörigen dem Verstorbenen beim Friedhofsbesuch noch näher sein. Die “Grabzeichen” sind hier und da in wertvollen Kunstschmiedearbeiten gefertigt. Von diesen Grabstätten, die sich im Süden der Alten Welt befinden, geht in aller Bescheidenheit der floristischen und vegetativen Mittel eine tröstende, zurückhaltende Heiterkeit aus. Diese Atmosphäre findet man auch in den Bergfriedhöfen der Alpenregion mit ihren bunt geschmückten und bepflanzten Grabstellen. Grabzeichenmotiv ist hier das Kreuz in schlichter Ausführung bis hin zur kunstvoll verzierten Kreuzigungsdarstellung.
Foto: CMA
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