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Der Marktbeschicker bietet Ihnen die Primel im Tausch gegen Geld an, ein uraltes Verfahren. Der mit dem Geld (gemeinhin „Kunde“ genannt) schaut sich die Offerte an: Primula acaulis, 10er Kunststofftopf, kräftiges gesundes Laub, reicher Knospenansatz. Davon brauche ich fünf Lagen. Soweit ist die Sache klar. Aber nun kommen weitere Bestimmungsgründe der Preisbildung ins Spiel. Wie groß ist das Angebot überhaupt? Reichlich oder mehr als reichlich? Wie viele Anbieter dieses Produktes gibt es? Kann ich die Ware anschauen und unmittelbar vergleichen? Sofort?
Fragen, die sich ein Blumenfachhändler an jedem Einkaufstag wieder stellt und auf die er auf Nachfrage beim Anbieter Antworten erhält. Das tun Kunden und daher sind sie die „Nachfrager“ im Spiel der Preisbildung. Der Kunde holt natürlich ein zweites und, wenn nötig, ein drittes Angebot ein. Und dann kann er sicher sein: Für meinen Bedarf, am heutigen Tag, ist das Angebot von XY genau richtig. Die Sicherheit und das gute Gefühl, richtig eingekauft zu haben ... wer möchte damit nicht den Arbeitstag beginnen?
Nun gibt es zwei Arten von Märkten: Einerseits den abstrakten Markt, der inzwischen sogar global ist und auf dem Waren- sowie Kapitalströme fließen. Andererseits den realen Blumengroßmarkt in Ihrer Nähe. Auf dem Blumengroßmarkt findet das, was auf dem abstrakten Markt geschieht, täglich statt, sehr direkt und konkret, unter Dach und komfortabel. Anbieter stehen nebeneinander und stellen sich ganz unmittelbar dem Vergleich, den der Kunde anstrebt. Der Kunde vergleicht und gibt sein Geld im Tausch für die Ware, die er braucht. Und fährt mit dem guten Gefühl ins Geschäft, unmittelbar verglichen und den Wert der Ware richtig bemessen zu haben. Dieses gute Gefühl der Sicherheit, das ist ein Stück Einkaufserlebnis, wie es nur auf dem Blumengroßmarkt stattfindet.
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| Klaus Bengtsson, Blumengroßmarkt Hamburg |
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