Floral Design


Tradition mal ganz anders

Mit Weihnachtsfloristik der besonderen Art begeisterten Britta Ohlrogge und Daniel Santamaria viele ihrer Kolleginnen und Kollegen auf dem Blumengroßmarkt Hamburg. Unter dem Motto "christmas emotions – emotional christmas" präsentierten die beiden Gestalter ausdrucksstarkes florales Design, Moderator Steffen Teuscher fügte erläuternde Worte hinzu.

 
Rund 1.000 Fachbesucher ließen sich während zweier Floristikshows Ende Oktober auf dem Blumengroßmarkt Hamburg auf die Weihnachtssaison einstimmen. Das erfahrene Organisationsteam rund um BGM- Veranstaltungsleiter Klaus Bengtsson und FDF-LV Hamburg Geschäftsführer Michael Bergmann hatte die Mehrzweckhalle in einen optimalen Veranstaltungsort verwandelt. Von den gepolsterten Stühlen über die angenehmen Raumtemperaturen, die Licht- und Tontechnik bis hin zur Riesenleinwand über der Bühne ... alles war perfekt. Von sämtlichen Plätzen hatten die Fachbesucher einen guten Blick auf das, was die beiden Floral-Designer arbeiteten. Jeden Handgriff konnte man genauestens auf der Leinwand verfolgen. Das Tüpfelchen auf dem "i", die von Michael Bergmann ausgesuchte Musik, war weit mehr als nur eine Untermalung in den Moderationspausen. Trug sie doch zur positiven Stimmung wesentlich bei.

Tradition, Brauchtum, Symbole

Sind Tradition, Brauchtum und Symbole auch heute noch aktuell? Mit dieser etwas provokanten Frage begann Steffen Teuscher die Moderation. Seine Ansicht: "Es sind wichtige Aspekte in der Weihnachtszeit. Besonders in unsicheren Zeiten, wie dies momentan der Fall ist, sehnen sich die Menschen danach, bekannte Dinge wieder zu sehen". Früchte, die für die Kraft der Natur stehen, das Grün, das Hoffnung verspricht, und das Licht, das die Seelenwärme gibt, standen im Mittelpunkt der Floristikshow. Allerdings ein wenig anders präsentiert als gewohnt – überraschend, ungewöhnlich, doch immer ausdrucksstark.

Helleborus als die Kultblume der Weihnachtszeit spielte in etlichen Werkstücken der beiden Gestalter eine herausragende Rolle. Und der Zimt, der einst zu den kostbarsten Gewürzen zählte, wurde variantenreich verarbeitet. Britta Ohlrogge beklebte eine brückenförmige Styroporform damit und arbeitete die Oberfläche (ein wenig ausgehöhlt und mit Frischblumensteckhilfe gefüllt) mit Fruchtständen, Efeublättchen und Buxusspitzen aus. Übrigens: Ein wenig eingestreutes Zimtpulver verstärkt den Duft und weckt Erinnerungen.

Zimtstangen spielten nicht nur bei der Gestaltung von Oberflächen eine Rolle, sondern wurden auch zu Kranzkörpern oder Quadern verklebt. Als kleines, duftendes Mitbringsel zum Adventskaffee eignen sich Zimtwürfel. In der Mitte wird ein Glas- oder Kunststoffröhrchen versenkt, das immer wieder mit einer neuen Blüte versehen werden kann. Arbeitszeitsparend zu gestalten sind mit einem Zimtring umgebene Kerzenhalter. Sie können in wenigen Minuten mit kleinen Fruchtständen, mit Efeublättchen und Kiefernnadeln veredelt werden.

Architektur als Vorbild

Strenge geometrische und architektonische Formen sind ein Markenzeichen des Vize-Europameisters Daniel Santamaria. Eine perfekte Technik ist dabei natürlich sehr wichtig. Mit wenigen, ausdrucksstarken floralen Materialien erhalten diese "Monumente" eine lebendige, emotionale Ausstrahlung. Eine etwas weiblichere, farbintensivere Art der Gestaltung zeigte Britta Ohlrogge. Auch sie verfehlte ihre Wirkung nicht -. getreu dem Showmotto "christmas emotions, emotional christmas".