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Wir haben nun fast (wieder) ein Jahr hinter uns, das zusammen mit einem ungünstigen Witterungsverlauf - kühler Mai, Hagelschlag im Sommer usw. - bei der gesamten Branche zu Umsatzeinbußen geführt hat. Die immer noch stark spürbare Kaufzurückhaltung der Verbraucher führt nach wie vor zu einem erhöhten Druck auf die Betriebe. Eine deutliche Besserung der Wirtschaftslage ist zwar noch nicht in Sicht, aber es gibt doch auch Gründe, mit Mut und Kreativität die nächsten Schritte zu planen. Zum einen kommt für uns Gärtner ein wichtiges Signal zur richtigen Zeit aus Berlin. Die teilweise Rückerstattung der Mineralölsteuer soll nach dem Willen des Deutschen Bundestages auch über den 31. Dezember 2004 hinaus für weitere zwei Jahre erhalten bleiben. Am 28. Oktober haben die Bundestagsabgeordneten in einem Paket über diesen so wichtigen Schritt für den deutschen Gartenbau entschieden. Zuvor wurde die Beschlussfassung zwischen Politik und Zentralverband Gartenbau in vielen guten Gesprächen vorbereitet. Diese Entscheidung lässt uns Gärtner Mut schöpfen für die bevorstehenden Wintermonate. Bei anhaltend hohen Energiekosten bedeutet das eine Reduzierung der Produktionskosten für unsere Betriebe. Damit erhalten wir in unserer Region die Produktion von Blumen und Pflanzen. Der Verbraucher kann auch in den Wintermonaten auf regionale Produkte zurückgreifen.
Das sollte uns anregen zu Kreativität in der Zusammenarbeit zwischen unseren Branchen. Produktion (GVN), Vermarktung (BGM) und Verarbeitung/Veredelung (FDF) der Blumen und Pflanzen sollten uns zusammenwachsen lassen. Der Verbraucher möchte ein fertiges Produkt, das ihm gefällt, in Preis und Leistung. Aber er möchte auch wissen, wer an diesem Produkt gearbeitet hat. Hier gibt es für die Zukunft noch viel Aufklärungsbedarf. Es liegt an uns, diese Aufgabe gemeinsam zu bewältigen. Treffen wir uns doch in unseren Gremien, um neue Wege der Kooperation zu suchen und zu gehen. Erste Ansätze gibt es bereits in der Kooperation der FDF-Landesverbände S-H und HH sowie bei der angestrebten gemeinsamen Geschäftsführung des GVN und des Landesverbandes S-H im Bund deutscher Baumschulen.
Durch konsequente politische und unternehmerische Zusammenarbeit in den Verbänden und durch Ihren Mut und Ihre Kreativität hoffen wir auf ein gutes Weihnachtsgeschäft und ein positives Geschäftsklima im vor uns liegenden Jahr 2005.
Ihr Andreas Lohff
Foto: Andreas Lohff ist Präsident des Gartenbauverbandes Nord, Vizepräsident des Zentralverbandes Gartenbau und leitet eine Gärtnerei in Lübeck.
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