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Botanisch gesehen sind alle Rosen Sträucher, aber mit verblüffenden Variationen. Gerade einmal 20 Zentimeter hoch wächst die rosablühende 'Perla de Montserrat', zehn Meter Höhe erreicht die Sorte 'Kiftsgate'. Die Topfrose auf der Fensterbank, der Rosenstrauß in der Vase, die Kletterrose am Hauseingang, die Beet- und Bodendeckerrosen im Garten oder die Sträucher im Park - überall entfalten sie ihren Charme und wecken durch ihren Duft Erinnerungen.
Heimische Rosenproduktion
Schnittrosen kommen zwölf Monate im Jahr aus aller Herren Länder auf den Blumengroßmarkt Hamburg. Und doch: Die marktnahe Freiland-Produktion - je nach Witterung von Mitte Juni bis September/Oktober erhältlich - ist immer sehr begehrt. Sowohl der Blumenfachhandel als auch die Verbraucher schätzen diese etwas rustikaleren, urwüchsigeren Rosen.
Vier Gruppen Schnittrosen werden in unserer gemäßigten Klimazone gezüchtet und kultiviert: die Edlen mit einer großen, charaktervollen Blüte, die Spritzigen mit kleinem, ausdrucksstarkem Flor, die aparten Doldenblütigen und die "urwüchsigen" Rosensorten aus dem Freiland. Kein Problem also, für jeden Anlass, jede Aussage und jede Stimmung jederzeit die "richtige" Rose auszuwählen.
Pflegetips
Rosen nach dem Einkauf und Transport möglichst sofort versorgen.
Die Stielenden mit einem scharfen Messer leicht schräg anschneiden.
Rosen in ein gesäubertes Gefäße mit handwarmem Wasser (weniger Luftbläschen, bessere Wasseraufnahme) einstellen.
"Schnittblumennahrung" in der richtigen Dosierung nicht vergessen.
Rosenlaub am unteren Stielende entfernen, so dass keine Blätter ins Wasser gelangen. Denn: freigesetzte Phenole (Stoffwechselprodukte) setzen die Haltbarkeit herab.
Rosen mögen weder Zugluft noch starke Sonneneinstrahlung oder reifendes Obst, Nikotin oder Autoabgase (Ethylen führt zum schnellen Reifen) in unmittelbarer Nähe.
Rosengefühl
In Bunte stand es schwarz auf weiß: "In" ist dieses ganz besondere Rosengefühl. Eine Frau freut sich immer, wenn sie Blumen bekommt. Aber bei Rosen spürt sie, dass es nicht nur Blumen sind ... . So isses, liebe Bunte-Redakteure. Floristinnen und Floristen sollten den männlichen Kunden dieses "Frauengefühl" beim Kauf von Blumen unbedingt vermitteln. Als ganz besonderen Service sozusagen.
Dornen oder Stacheln?
Keine Rosen ohne Dornen - heißt es in einer alten Volksweisheit. Die Gebrüder Grimm erzählten das Märchen "Dornröschen", und auch im allgemeinen Sprachgebrauch benutzen viele das Wort Dornen im Zusammenhang mit Rosen. Rein fachlich gesehen ist das verkehrt. Rosen sind nicht mit Dornen, sondern mit Stacheln besetzt. Denn: Dornen (etwa beim Pyracantha) sind fest mit dem Gewebe verbunden, Stacheln nur mit der Oberhaut, lassen sich also leicht(er) entfernen.
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| Angelika Langley (flower@t-online.de) |
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