Ein Blick zurück ...




Ganz eng mit dem Blumengroßmarkt Hamburg verknüpft ist die Geschichte des Blumen- und Pflanzenhandels in der Hansestadt. Diese reicht zurück bis ins 18. Jahrhundert. Die Vermarktung von Obst, Gemüse und Blumen aus den Vier- und Marschlanden erfolgte schon damals in Hamburg und zwar am Steintor, Speersort, Meßberg, Hopfenmarkt sowie Deichtormarkt.

 
Die Wurzeln des Blumengroßmarktes Hamburg liegen am Hopfenmarkt. Ende des 18. Jahrhunderts gab es dort unter freiem Himmel 98 Gärtnerstellen für den Verkauf von Pflanzen, Blumen, Blumensamen und Obst.

Im 19. Jahrhundert gab es Blumenmärkte unter freiem Himmel als Groß- und Wochenmärkte, so den Großneumarkt oder den Hopfenmarkt. 1912 beschlossen Senat und Bürgerschaft den Bau einer überdachten Blumenmarkthalle, ein unvergleichlicher Luxus! Als Blumengroßmarkthalle wurde am Klosterwall ein zweigeschossiges Gebäude errichtet.

Das erste markante Datum war dann schließlich der 8. Dezember 1914. An diesem Tag feierte man die Eröffnung des Blumengroßmarktes Hamburg. Es folgte 1950 ein Erweiterungsbau. 1962/63 trennten sich der Blumengroßmarkt und der Obst- und Gemüsegroßmarkt. Die „Obstler“ zogen in die nigelnagelneue Halle mit dem markanten Wellendach am Oberhafen. Die „Blumis“ fanden in den beiden Deichtorhallen sowie in den kellerähnlichen Gewölben unter den Bundesbahngleisen (besser bekannt als "Katakomben") ihre Heimat.

Zweites markantes Datum für den BGM war der 30. April 1964. Die Marktgemeinschaft Blumengroßmarkt Hamburg eG wurde gegründet. Mit 110 Mitgliedern nahm sie am 1. Januar 1965 ihre Tätigkeit auf.

Drittes Jubiläumsdatum ist der erste Montag im Oktober 1984. An diesem Tag startete der Verkauf von Blumen, Pflanzen und Bedarfsartikeln am jetzigen Domizil des BGM an der Banksstraße. Blumen, Obst und Gemüse waren räumlich wieder vereint.

In den folgenden 30 Jahren hat sich der Blumengroßmarkt Hamburg stetig weiter entwickelt. Es wurden bis Ende 1999 weitere notwendige Verkaufsflächen, insbesondere für Topfpflanzen, erstellt, zwei neue Hallen als Flächen zum Ent- und Beladen sowie für die Vermarktung gebaut. Allein dies gab dem Blumengroßmarkt Hamburg ein ganz neues Bild. Wer durch Tor Ost auf das Großmarktgelände fährt, sieht das große BGM-Logo bereits von weitem. Und wenn es draußen noch ganz dunkel ist, strahlen die fünf Lichter über den Buchstaben BGM. „Fünf Sterne Markt“ .... nennen Insider ihren Blumengroßmarkt liebevoll.

Einer dieser „fünf Sterne“ steht für die vielen Service-Leistungen, die im Laufe der Zeit auf dem BGM zur Selbstverständlichkeit geworden sind. So der Recycling-Service, das Abholdepot und der Lieferservice.

Ein weiterer „Stern“ steht für die unglaubliche Angebotsvielfalt. Heute können die BGM-Einkäuferinnen und Einkäufer Markttag für Markttag unter sage und schreibe 50.000 Artikeln wählen.

„Stern“ Nummer drei ist die große Anbietervielfalt. Immerhin 262 Einzelfirmen handeln unter dem Dach der Marktgemeinschaft Blumengroßmarkt Hamburg. Ein Grund, warum auf diesem Großmarkt die Preisbildung noch so hervorragend funktioniert – ganz nach dem Motto: Angebot und Nachfrage.

Einen weiteren „Stern“ verdient sicherlich auch die räumliche Größe dieses Marktes und der fünfte „Stern“ steht für die unvergleichliche Einkaufsatmosphäre mit dem typischen norddeutschen Touch ... rau, aber herzlich.

Bumengroßmarkt Hamburg