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Es ist die typische Farbe der Heide, bei der die Arten Calluna, die Besenheide, und Erica, die Glockenheide, unterschieden werden. Doch im Handel sind heute viele Varianten von Weiß über Rosa bis zu Rot und Gelb im Angebot. Sogar Blau ist möglich, dazu wird eine weiße Grundform allerdings gefärbt. "Der Kunde will heute auch im Herbst Bepflanzungen, die bunt sind", erläutert dazu Andrew Gallik, Berater der Landwirtschaftskammer Rheinland und seit 13 Jahren für die Arbeitsgemeinschaft Azerca-West tätig. "Es gibt inzwischen auch buntlaubige Varianten bis hin zu Gelb-Grün." Dabei hat der studierte Gartenbau-Ingenieur allerdings beobachtet, dass beispielsweise Erica gracilis heute nicht mehr so gefragt ist wie vor zehn Jahren. Die Alternative ist die robustere Calluna, die bereits ab September blüht und bei der die Züchtung in Richtung Haltbarkeit und Witterungsbeständigkeit geht.
Calluna erfreut sich schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in europäischen Gärten wachsender Beliebtheit. Englische Gärtner waren hier die Vorreiter, sie kultivierten Wildheide und brachten sie in immer neuen Varietäten in die Gärten. Heute werden weit über 1.000 Heidesorten gezählt. Der entscheidende Vorteil der Heide ist, dass sie bis in die Wintermonate hinein als ein farbiges, blühendes Element im Garten oder Blumenkasten den Minusgraden trotzt. Vom Heidegarten bis zu sogenannten Inselbeeten, eingebettet in Rasenflächen, finden Calluna- und Erica-Sorten Verwendung. Und auch in der dekorativen Floristik ist die Heide immer häufiger anzutreffen. Vor allem, wenn sie getrocknet wird, kann sie lange und haltbar Gestecke und Sträuße ergänzen.
Sehr gefragt: Knospenblüher
Als Spezialist rund um das Thema Heide gilt der norddeutsche Züchter Kurt Kramer, dessen Top-Qualitäten unter dem geschützten Namen "Garden Girls" zum großen Teil in Blumengroßmärkten vermarktet werden. Der Gärtnermeister machte sich 1970 selbstständig und widmet sich vorrangig der Züchtung von Calluna und Erica. Er weiß auch, warum sich Calluna gegen Erica im Handel stärker durchgesetzt hat: "Noch immer ist Heide ein wichtiges Element in der Grabbepflanzung und auch, wenn die Winterheide recht widerstandsfähig gegen Kälte ist, blüht sie zu spät, um für die Gedenktage umfassend genutzt zu werden." Bereits seit 1975 konzentrieren sich Kurt Kramers züchterische Ambitionen deshalb besonders auf die Besenheide. Er erkannte schon früh, dass sich sogenannte Knospenblüher, deren Blüten sich nicht ganz öffnen, langanhaltend für Balkon und Garten genutzt werden können. 1985 brachten Kramers weiße Calluna-Züchtungen Schwung ins Marktsegment Heide, inzwischen sind gelblaubige Sorten dazugekommen. Kurt Kramer erklärt den Erfolg dieser Züchtungen: "Die Menschen möchten doch auch im Winter helle Farben sehen!" Welche es in dieser Saison sein werden, wird mit Spannung erwartet. Avisiert sind auch 2003 weitergehende Neuzüchtungen für den Markt.
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| Blumengroßmarkt Hamburg |
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