Kultfrüchte


Kürbis

Kräftiges Orange, sattes Grün, helle Elfenbeintöne oder frisches Gelb, sogar Schwarz und Blau oder zweifarbige Varianten - die Farbpalette der Kürbisfrüchte, die schon ab Ende Juli das Angebot des Fachhandels ergänzen, ist vielfältig! Und auch die ganz unterschiedlichen Formen lassen reichlich Spielraum für die Verwendung in der floralen Gestaltung. Vom kleinen, nur mandarinengroßen und fast runden Exemplar, das sich gut für die Ausgestaltung von Schalen, Körben oder Holzgefäßen eignet, bis hin zu aparten Flachformen, den sogenannten Ufos mit ihrer unregelmäßigen, fast zackigen Oberfläche oder den ovalen Spagettikürbissen reicht die Bandbreite dieser Beerenfrucht.

 
Besonders praktisch ist die wochenlange Haltbarkeit, die den Kürbis vom Spätsommer bis zum frühen Winter zum idealen Element in der floristischen Herbstdekoration macht. Und auch wenn sie so wenig ansprechende Namen wie Warzen- oder Krallenkürbis haben mögen: Kürbisfrüchte sind einfach attraktiv! Schon seit etwa 8000 Jahren ist der Kürbis eine beliebte Kulturpflanze und wurde von den Ureinwohnern Südamerikas angebaut. Im 16. Jahrhundert gelangte der Kürbis nach Europa, wo bis dahin nur der afrikanische Flaschenkürbis Lagenaria siceraria oder der Wachskürbis Benincasa hispida bekannt war. Dabei diente der Kürbis von jeher nicht nur als Nahrungsmittel. Ausgehöhlt und getrocknet wurde die feste Außenschale des Kürbis als Behälter zum Beispiel für Wasser oder andere Getränke genutzt. Aber die Verwendungsmöglichkeiten sind damit noch längst nicht erschöpft: Luffa cylindrica, auch Schwammkürbis genannt, lässt sich trocknen und eignet sich dann als Massage- oder Reinigungsschwamm. Das Fruchtfleisch von Curcubita maxima, dem rankenden Speise- oder Riesenkürbis, lässt sich hervorragend als Grundlage unterschiedlichster Gerichte verwenden. Vom Kürbisbrot bis zu süß-sauer eingelegten Fruchtfleischstückchen sind hier den Zubereitungsarten kaum Grenzen gesetzt. Dabei ist der Kürbis sogar sehr gesund: Kieselsäure stärkt Bindegewebe, Nägel und Haut, und bei einem Wassergehalt von rund 90 Prozent ist der Kürbis zudem ein kalorienarmes Produkt, das kaum Kohlenhydrate, Fett oder Eiweiß, dafür aber viel Provitamin A, das Carotin, enthält. Genutzt werden auch die ölhaltigen Kerne. Speziell für die Ölherstellung werden Kürbisse traditionell in der Steiermark vor allem in der Sorte Cucurbita pepo var. styriaca oder var. oleifera angebaut.

Um das herbstliche Kürbisangebot für den Endverbraucher zu ergänzen, haben Floristen bereits das geschmacksintensive Kürbiskernöl als interessantes Angebot für ihre Kunden entdeckt und ins Sortiment aufgenommen. Zusammen mit einem hübschen Zierkürbis ist eine Flasche Kürbiskernöl eine wahrlich geschmackvolle Geschenkidee aus dem Fachhandel! Übrigens hat der Kürbis auch auf der IGA in Rostock noch seinen großen Auftritt: Er wird dort im Herbst den Bayernstand dekorativ ergänzen!


Blumengroßmarkt Hamburg