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Intuitiv wussten viele Menschen es schon lange, jetzt ist es auch durch universitäre Studien belegt: Wer mit Pflanzen lebt und arbeitet, ist glücklicher. Professorin Paula Diane Relf vom Polytechnischen Institut der Virginia State University erforscht die Wirkung von Pflanzen auf den Menschen. In umfangreichen Studien konnte sie beweisen, dass Pflanzen - drinnen wie draußen - einen großen Einfluss auf die menschliche Befindlichkeit haben. "Der bloße Anblick von Pflanzen hat schon therapeutischen Nutzen", so Relf anlässlich einer Tagung der Gartenbauwissenschaftlichen Gesellschaft an der Fachhochschule in Osnabrück. Man müsse jedoch nicht krank sein, um Pflanzen beziehungsweise die Beschäftigung mit ihnen als glücksbringend und positiv zu erfahren.
Vor allem den weit verbreiteten Stressphänomenen, die die modernen Arbeitswelten zwangsläufig mit sich bringen, lässt sich durch die kreative Beschäftigung mit Pflanzen im Haus oder im Garten erfolgreich begegnen. Der Blutdruck sinkt, Wohlbefinden und Ausgeglichenheit stellen sich ein, betrachtet man Pflanzen. Zufriedenheit, ja selbst Stolz und Erfolgsgefühle entstehen, sieht man die selbst kultivierten Pflanzen wachsen, gedeihen und blühen. All dies seien für eine gesunde Psyche essenzielle Erfahrungen, die heute im beruflichen Alltag längst nicht mehr gang und gäbe sind. Nicht zu unterschätzen ist auch die körperliche Betätigung, die vor allem Herz- und Kreislauferkrankungen entgegen wirkt.
Besonders interessant sind die Erfahrungen aus dem klinischen Bereich: Wenn Menschen in Altersheimen und psychiatrischen Kliniken die Pflege einer lebenden Pflanze übertragen werde, dann gesunden sie schneller und brauchen weniger Medikamente, so Relf. Manche psychisch labilen Menschen fänden gerade durch die Beschäftigung mit Pflanzen ihren Lebensmut zurück, fühlten sich gebraucht und nützlich. Pflanzen und die Beschäftigung mit ihnen stabilisierten die Psyche und erzeugten eine positivere Einstellung zum Leben.
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| Blumengroßmarkt Hamburg / AL |
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