Reinhard mit den Scherenhänden




Schauer laufen einem über den Rücken, wenn man sich an die Filmszenen erinnert, wo Reinhard ... nein es war Edward ... mit seinen rasiermesserscharfen Klingenfingern Bäume, Büsche, Hunde- und Frauenhaare und Eisblöcke im Handumdrehen veredelte. Doch keine Sorge, dies ist nur ein modernes Märchen von Tim Burton.

 
Realistischer und viel weniger gefährlich sind die klassischen Scheren. In der 2.500 Jahre langen Geschichte entwickelte sich aus einem U-förmigen Gerät mit beidseitig geschliffenen und zugespitzten Schenkeln ein umfangreiches Sortiment zum Schneiden der unterschiedlichsten Materialien.

BGM-Marktbeschicker "Schauer für den Gartenbau" hat sie fast alle ... die Scheren, die für die grüne Branche nützlich sind. Das Unternehmen kann zwar nicht auf 2.500, aber immerhin auf 69 Jahre Erfahrung zurückblicken. Firmenchef Reinhard Schauer kann auf dem neuen, rund 50 Quadratmeter großen BGM-Stand 540 auf sein bundesweit größtes Scherensortiment schauen. Die Auswahl ist sehenswert - aufgereiht sind Scheren für alle wichtigen Tätigkeiten im gärtnerischen und floristischen Alltag.

Eine gute Schere besteht im Prinzip aus drei Teilen: zwei geschliffenen Klingen, jeweils mit Griff, und einem Verbindungselement (Schraube oder Niete). Reinhard Schauer kennt sich aus mit seiner Kollektion. "Was soll geschnitten werden?" und "Wer will oder soll die Schere nutzen?" lauten seine ersten Fragen im Verkaufsgespräch. Im Handumdrehen hat er mehrere Werkzeuge zur Auswahl parat.

Reinhard Schauer weiß aus seiner langjährigen Erfahrung: Gärtner gehen mit ihrer Scheren sorgsamer um als beispielsweise Floristen. "Wobei man natürlich nicht verallgemeinern darf", erklärt der Fachmann. "Die Haltbarkeit einer Schere liegt zwischen einer Woche und zehn Jahren. Sie ist recht kurz, wenn man eine Rosenschere als Allzweckwerkzeug missbraucht. Besonders der Blumendraht ist ein Problem." Aber natürlich gibt es auch dafür die geeignete Schere. Man muss sie halt nur benutzen...

Stellt sich die Frage: Hält eine Schere deshalb lange, weil wenig damit gearbeitet wurde, oder weil diese gut gepflegt wird? Klar, gute Pflege ist überlebenswichtig. Wenn regelmäßig ein Pflegeöl benutzt wird, gibt es bei sachgemäßem Gebrauch keinen Grund mehr für vorzeitige Ausfälle.

Schere ist noch lange nicht Schere. Wer hat noch nicht unangenehme Erfahrungen mit weniger guten Produkten gemacht? Da wird das vermeintliche Schnäppchen schnell zum teuren Wegwerfprodukt, wenn die Qualität nicht stimmt. Und die hat bekanntlich immer ihren Preis. "Scheren müssen schneiden und dürfen nicht quetschen", weiß Ronald Schauer. "Wer das wichtigste Werkzeug von Gärtnern und Floristen, die Hände, lange funktionstüchtig und gesund erhalten möchte, schätzt bei Scheren eine gleichbleibende Qualität, die leichte Schließkraft, mit deren Hilfe sich ohne Kraftaufwand etwas trennen lässt." Ein Qualitätswerkzeug liegt sofort richtig in der Hand. Um den Griff in den Griff zubekommen, macht es Sinn, in Ruhe das richtige Produkt auszuwählen. Dabei ist Ergonomie, das heißt die einwandfreie, ermüdungsarme, bequeme Handhabung mitentscheidend.

Schauer hat sie alle ... Scheren mit Kunststoffgriffen, gerollt oder fest, in rot, grün oder silbrig. Werkzeuge für die unterschiedlichsten Materialien, von weichen Blumenstielen bis hin zu Drahtbündeln, von Zweiglein bis hin zum Ast. Scheren in unterschiedlichen Qualitäten, unterschiedlichen Preislagen für geringe, mittlere und starke Belastung. Scheren für große und kleine Hände, solche für Rechts- und Linkshänder. Und nicht vergessen: Auch das Auge schneidet mit. Diese abgewandelte Weisheit aus dem Reich der kulinarischen Genüsse gilt ebenso für das ansprechende äußere Design einer Schere.


Blumengroßmarkt Hamburg / John Langley