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Einer im vergangenen Jahr durchgeführten Umfrage des Bielefelder Meinungsforschungsinstituts Emnid zufolge entschieden sich 32 Prozent der 15- bis 35-Jährigen dafür, ihre Valentinsgrüße als sms (short message service) auf das Handy der Liebsten zu senden. Womöglich verschickten sie die unter Bildmitteilungen aufgespielte stilisierte Blümchenwiese oder das fliegende Herz. Tröstlich: Immerhin 42 Prozent der Befragten nutzen den traditionellen Blumenstrauß als Übermittler der Botschaft von Liebe und Zuneigung.
Aber, wie sollte es anders sein, wieder einmal schielen wir neidisch in eines unserer Nachbarländer, nach Frankreich. Die Herren dort sehen nicht nur prima aus und können kochen wie junge Götter, sondern finden offenbar die Liebesbezeugung per Handy so unromantisch, dass nur drei Prozent der dort Befragten sich am Valentinstag dieser Kommunikationsform bedienen.
Doch man soll die Werbeanstrengungen nicht aufgeben, denn in den meisten männlichen Bundesdeutschen schläft ein romantisches Herz, das geweckt werden will. Am besten mit auffallenden blumigen Präsentideen, die schon beim Vorübergehen am Geschäft oder am Wochenmarktstand nicht übersehen werden können. Das sollte dann schon mehr sein als die obligatorischen kleinen roten Herzchen rund um die Schaufensterscheibe.
Nicht kleckern, sondern klotzen ... nach dieser Devise darf an den Tagen vor Valentin überall Herz gezeigt werden. So könnte die Schaufenster-, Laden- oder Marktstand-Dekoration unter dem Motto "Ich schenke dir mein Herz" stehen. Klar, dass die Farbe Rot in all ihren Spielarten dominiert. Das beginnt beim zarten Rosa und geht bis hin zum dramatischen Violett.
Die Palette der blumigen Werkstoffe, die vor dem Valentinstag auf dem BGM angeboten wird, ist umfangreich. Es müssen ja nicht immer Rosen sein, die die Liebesbotschaft übermitteln. Über Gefühle "sprechen" auch Tulpen, Hippeastrum oder Gerbera. Nicht zu vergessen die vielen kleinen Frühlingsblüher - vom kleinen hellblauen oder weißen Muscari über die vielsagenden Vergissmeinnicht bis hin zu den Tazetten, die zu einem zärtliche Tete-á-Tete einladen.
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, Herz zu zeigen. Nutzen Sie rund um den Valentinstag die Gunst der Stunde, der vorwiegend männlichen Kundschaft die notwendigen Anregungen zu geben. Diese werden die freundliche "Aufklärung" in Sachen Blumen sicher honorieren und vielleicht sogar zu Stammkunden werden.
Ein Blick in die Geschichte
Trotz des großen Bekanntheitsgrades wird immer wieder nach den Ursprüngen des Valentinstages gefragt. Nachfolgend ein kurzer Ausflug in die Historie.
Die Legende des heiligen Valentin beginnt im dritten Jahrhundert nach Christus im alten Rom. Für die Bewohner der antiken Stadt hatte der 14. Februar schon damals eine besondere Bedeutung: An diesem Tag wurde der Göttin Juno gehuldigt, die das Partnerproblem vieler Römer durch eine Art "göttliche Liebeslotterie" lösen sollte. Dabei wurden weibliche und männliche Kandidaten durch ein Losverfahren zusammengeführt. Sie sollten sich im kommenden Jahr intensiv um den zugeteilten Partner kümmern. Diese Lotterie fand einmal im Jahr statt - am 14. Februar, dem Schicksalstag des heiligen Valentin.
Valentin zählte damals zu den Verfechtern des Christentums. Er führte trotz kaiserlichen Verbotes kirchliche Trauungen durch. Außerdem soll er den römischen Männern immer wieder geraten haben: Bleibt lieber bei euren Frauen zu Hause, zieht nicht in die Schlacht. Das Wirken des "menschlichen Heiligen" wurde durch das grausame Urteil des römischen Kaisers Claudius II jäh beendet. Valentin kam wegen seines christlichen Glaubens ins Gefängnis. Dort soll er sich in die Tochter seines Wärters verliebt und Gedichte an sie geschrieben haben. Angeblich war das die Geburtsstunde der Valentinsbriefchen. Am 14. Februar des Jahres 269 starb Valentin den Märtyrertod, er wurde auf der Flamischen Straße enthauptet.
Sein Fest ist seit der Mitte des 4. Jahrhunderts für den 14. Februar bezeugt. Seit dieser Zeit wird der Valentinstag als "Tag der Liebenden gefeiert. Und bis heute hat sich der Brauch erhalten, an "seinem Tag" Blumen zu schenken.
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| Blumengroßmarkt Hamburg / AL |
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