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Qualität & Pflege
Gerberas (Gerbera-Hybriden) gehören zur großen Familie der Korbblütler (Compositae). Beim Einkauf sollten bei einfachblühenden Sorten zwei bis drei äußere Blütenkränze in der Scheibe geöffnet sein. Bei gefüllten Sorten stehen die Blütenröhren in der Mitte flach. Weiteres Qualitätsmerkmal sind feste Blütenschäfte. In der Regel haben Gerberas eine Haltbarkeitsrate von 8 bis 15 Tagen.
Gehandelt werden Gerbera hauptsächlich in Kartons. "Das ist die schonendste Art, um die Blüten zu schützen", erklärt Heike Eggers (Stand 400 B). "Wir ernten die Schnittblumen zum optimalen Reifepunkt, wenn die Stiele im oberen Bereich gerade stehen und ein bis zwei Kränze von Staubgefäßen erkennbar sind. Danach kommen sie sofort in Wasser, damit sie sich richtig vollsaugen können." So konditioniert werden die großblütigen Gerbera in die Spezialkartons verpackt. Heike Eggers ergänzt: "Kleinblütige Gerbera, die weniger empfindlich sind, bieten wir auch bundweise in Wasser stehend an."
Dem Blumenfachhändel empfiehlt die Gerbera-Expertin, die Ware nach dem Einkauf schnellstmöglich mit Wasser zu versorgen. Sobald sich die Stiele fest anfühlen, ist eine weitere Verarbeitung möglich: "Wichtig bei der Gerbera ist wegen erhöhter Bakterienbildung eine sehr gute Vasenhygiene. Chlor ist ein gutes Reinigungsmittel." Auch auf eine ausreichende Wassermenge sollte man achten. Empfehlenswert: Mindestens ein Liter Wasser pro zehn Gerbera. Die Einstelltiefe sollte allerdings nicht höher als etwa 15 Zentimeter sein. "Und man sollte das Vasenwasser oft wechsel", rät Heike Eggers.
Stützkorsett
In der Praxis werden Gerberastiele häufig mit einem Stützkorsett versehen. Entweder schlängelt sich ein Draht außen sichtbar um den Schaft oder er wird von der Blüte aus durchgesteckt. Es gibt auch die Möglichkeit, Gerberastiele mittels eines Gerätes mit einem Kunststoffschlauch zu ummanteln, der für besondere Gestaltungen (etwa Brautschmuck) auch Biegungen fixiert. Viele Verbraucher stehen diesen Stützmaßnahmen ablehnend gegenüber. Fakt ist, dass eine Qualitätsgerbera dieses "Korsett" eigentlich nicht benötigt. "Die Blüten haben aber die Eigenschaft, sich nach dem Licht zu drehen. Wer diesen Effekt vermeiden möchte, kommt um ein Stützen nicht herum", erläutert Heike Eggers. Die Marktbeschickerin empfielt, in diesen Fällen eher den Kunststoffschlauch. "Draht könnte die Blüten verletzen und damit die Haltbarkeit herabsetzen." Übrigens: Gerberakartons liegen oft verkehrt herum in den Regalen der Marktbeschicker. So gelagert können die Stiele sich nicht krümmen.
Blick in die Geschichte
1737 entdeckte der Botaniker Gronovius die Gerbera. Die ersten Exemplare, beheimatet in Asien, Südamerika und Tasmanien, hatten blässlich orangefarbene Blüten. Im 19. Jahrhundert gelangten Gerberas aus dem warmen Süd- und Zentralafrika nach Europa. Anfang der 40er Jahre unseres Jahrhunderts begannen die Amerikaner mit Neuzüchtungen. Erste Erfolge zeigten sich in leuchtenden Farben und größeren, ausdrucksstärkeren Blüten. Inzwischen gehören Gerberas zu den gefragtesten Schnittblumen. Mit weit über 200 Sorten bieten sie eine beinahe unerschöpfliche Farbskala. Alle Töne des Regenbogens sind vertreten - nur blaue und schwarze Blüten fehlen.
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| Blumengroßmarkt Hamburg / AL |
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