Auffallend auffällig
Floralmode & freche Floristik
Es ist das Überraschende, das Unerwartete, das Neue, was Menschen aufmerksam werden lässt. Und dieser kurze Moment des Staunens, des Innehaltens ist der erste wichtige Schritt auf dem langen Weg, vorüber eilende Verbraucher zu überzeugten Kunden zu machen. Aus dem üblichen Rahmen fallende, sehr aufmerksamkeitsstarke Hingucker präsentierte das "Team 15 Plus" während der 18. BGM Floristikshow.
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Flower-Power-Mode
In den 60er Jahren standen Jeans und Flower Power ganz hoch im Kurs. Und da diese Zeit zum Beginn des 3. Jahrtausends ein Revival erlebt, hatten Anja Bärenwald (Ellerbek) und Melanie Mattuch (Hamburg), zwei Akteure aus dem "Team 15 Plus", die Themen Jeans und Blumen miteinander verwoben.
Das Besondere an der vorgestellten Flower-Power-Mode war die Machart. Die floralen Applikationen waren Blüte für Blüte, Blatt für Blatt mit ganz feinem Silberdraht auf Vlies genäht, das mit Klettband an der Kleidung befestigt war. Kein Problem also, Hosen oder Oberteile später wieder ohne den Floralschmuck zu tragen.
Die beiden angehenden Floristmeisterinnen haben mit ihrer blumigen Kollektion ein für sie völlig neues Geschäftsfeld aufgetan und streben eine intensive Zusammenarbeit mit einem Modedesign-Unternehmen an. Florale Mode ist sicher ein Randbereich im Alltag des Blumenfachhandels. Doch solche "Hingucker", beispielsweise mit Hilfe einer Schaufensterpuppe vor dem Geschäft oder auch am Wochenmarktstand präsentiert, erregen zweifellos Aufmerksamkeit. Und dies ist der erste wichtige Schritt zum Geschäftserfolg.
Freche Floristik
Es ist nicht immer ganz einfach, sich von seinen Mitbewerbern zu unterscheiden. Manchmal muss man dabei schon ein bisschen frech sein. Fünf Akteure des "Teams 15 Plus", Marina Zellmer, Björn Knabe, Jörg Tomfort, Susanne Engler und Susanne Schröder, zeigten, was sie unter "frecher Floristik" verstehen. Auffallend auffällig waren beispielsweise kleine Frühlingssträußchen in bunten Glasgefäßen. Diese Gestaltung ist zu allen Jahreszeiten - mit den jeweiligen Blumen der Saison - verkaufbar.
Ein wenig edler, aber schon frech im Ausdruck sind "Hinguckersträuße", etwa wie der, den Björn Knabe präsentierte. Farbe, Duft und Gestaltung sorgen hier für Aufmerksamkeit. Im Frühling können dies blaue Hyazinthen mit weit ausschwingenden, an den Spitzen zusammengefassten Gräsern, gelbe Narzissen oder auch rote Dufttulpen sein. Im Sommer bieten sich weiße, gelbe oder orangefarbene Lilien sowie Rosen an. Im Herbst können auch Chrysanthemen im Blickpunkt stehen und im Winter natürlich die wunderschönen Amaryllis. Es ist das überraschende Spiel mit Farb- und Formkontrasten, das aus diesen Schnittblumen die für die Branche so wichtigen "Eyecatcher" macht.
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| AL |
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