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"Ich bin stolz auf meine Firma, und das sollen auch alle sehen können. Unser gelb-grüner LKW, unsere Internetpräsenz und die abgestimmte Arbeitskleidung mit dem roten Punkt - dieser einheitliche Auftritt stärkt die Bindung an das Unternehmen", meint Marktbeschicker Detlef Richter. Für den aktiven Firmenchef ist klar: "Das Engagement der Mitarbeiter wächst mit der verstärkten Identifizierung für die Ziele des Arbeitgebers." Dabei steht die Berufskleidung immer häufiger im Blickpunkt, denn mehr und mehr Unternehmen erkennen die Vorteile eines übergreifenden, einheitlichen Designs im Personalbereich.
Als nicht eben positiv empfindet BGM-Kundin Elke Rothhegel aus Altona das Tragen von sogenannter "Dienstkleidung". Für sie ist dies eher eine angeordnete Verpflichtung. Mit einem Augenzwinkern bemerkt sie: "Jegliche Pflicht ist einfach nur grausam."
"Das Outfit der grünen Branche sieht oft sehr, sehr trutschig aus", stellt BGM-Kundin Britta Ohlrogge spontan und unverblümt fest. Ein lesbares Namensschild, eine lange, schwarze, schlichte Schürze und fertig ist für sie ein ordentlicher, akzeptabler Auftritt. Recht hat die engagierte Floristin. Ein vertrautes Erscheinungsbild schafft Vertrauen nach außen, signalisiert Kompetenz. Das überträgt sich unmittelbar auf den Kunden. "Das stimmt, wir handeln auch danach", bestätigt Marktbeschicker Peter Petzoldt. "Sofort erkennbare Zuständigkeit und Sauberkeit - das sind unsere sichtbaren Schlüssel zur Anerkennung, Teil des Geschäftserfolgs."
Aufgeschlossen, aber nicht zu auffällig sein mit der sogenannten 'Corporate Fashion', macht auch für Carola Keuneke (BGM-Kundin) aus Schenefeld und Christian Keunecke (BGM-Kunde) aus Blankenesse Sinn. "Ein eigener Stil muss erhalten bleiben. Wenn nötig tragen wir hier und da mal eine nette Schürze - aber bloß kein Grün. Wir sind doch keine Gärtner", ist ihre einhellige Meinung.
Michael Stübe (Fahrverkauf Großhandel) schmunzelt: "Der Kunde muss einen doch sofort als Verkaufenden erkennen können. Das ist wie bei den Fußballern. Man stelle sich vor, jeder würde in seiner privaten Kleidung ins Spiel gehen. Durch den gemeinsamen optischen Auftritt werden all jene Werte transportiert, die den Verein unverwechselbar und einzigartig machen."
Um unverfälschte Einzigartigkeit geht es auch Britt Diske (BGM-Kundin): "Unsere Kunden legen keinen Wert auf unnötige Verkleidung. Akkurat und sauber, so soll die Kleidung der Mitarbeiterinnen ausschauen."
Für Thomas Graudenz (BGM-Kunde) vom Berliner Tor sieht die typische grüne Berufskleidung einfach nur altbacken aus. "Ich stehe auf Zwiebellook. Dann kann ich an meinem zugigen Bahnhofsstandort je nach Bedarf etwas aus- oder überziehen."
Abgefahren auf Uniform ist dagegen Björn Kammin (Großmarkt-Verwaltung). Sein berufliches stattliches Erscheinungsbild wirkt seriös, schafft Autorität und vermittelt Zuverlässigkeit. Klar, über das Aussehen verstärkt man sein Ansehen. Oder - mit dem Volksmund gesprochen - Kleider machen Leute.
Deutliche Zeichen nach innen und außen setzen, das will auch Erika Dörr (BGM-Kundin) aus Elmshorn. Sie hat endgültig sämtliche Arbeitsgarderobe an den Nagel gehängt. "Wer eine Uniformierung nicht erträgt, muss sie bei uns auch nicht tragen. Natürlichkeit ist unsere Berufung. Für unseren kleineren Betrieb ist eine äußerer Einheitlichkeit nicht erforderlich."
"Wir kommen unseren Kunden ganz unauffällig entgegen," meint Ute Zessin (BGM-Kundin) aus Hamburg. "Stimmt", verstärkt Wilhelm Bassen (BGM-Kunde). Er weiß: "Wer mit Schürze bedient, wird schnell vom Kunden geduzt und ohne Schürze eher gesiezt."
Das Nichttragen einer Schürze ist für Marktbeschicker Boris Kruse schlichtweg eine Generationenfrage. Junge Leute - so wie er - machen das nicht mehr mit. Gunnar Maudrich (BGM) sagt es noch direkter: "Wer im Betrieb hinter dem Verkaufstresen steht, will verkaufen, nur das muss der Kunde erkennen können."
Wahrnehmbar ist der "grüne" Günter - ihn kennen alle auf dem Blumengroßmarkt Hamburg. Kaum einer ahnt, dass Marktbeschicker Günter Hars bereits vor vierzig Jahren mit einem grauen Kittel seine blumige Kariere begonnen hat. Inzwischen ist er viel Mode bewusster geworden. Seine jetzige grüne auffällige Schutzkleidung gehört unverwechselbar zu seinem beruflichen Leben.
Gekleidet in Arbeitsgrau hat sich Rudolf Weck (BGM) vor vielen Jahren seinen Namen gemacht. Es war sein individuelles Markenzeichen. Heute nennt man so einen Auftritt vereinfacht 'Corporate Identity'.
Ob Grün oder Grau ist für das Team von Günther Kopitzke (BGM-Kunde) aus Buxtehude keine Frage. "Wir tragen sehr gern ein gedecktes dunkles Blau. Das wirkt seriös, ist zeitgemäß und kleidet alle Größen passend ein." Alle in Jeans? Warum nicht! Mode ist bekanntlich schon immer ein heimliches Diktat gewesen.
Eigentlich ist es ganz unkompliziert, mit etwas Farbe Leben und Aufmerksamkeit in die berufliche Kleidung zu bringen. So kann man schnell mit einer frechen, farbigen Sweat- oder Polo-Shirt-Kollektion zur Abrundung des positiven optischen Imagebildes beitragen. Innenraumbegrüner Jörg Weber ist ein Verfechter der Berufskleidung und kann unternehmerisch rechnen. Er kennt inzwischen viele Betriebe, die sich auf die zuverlässige Pflege individuell beschrifteter Berufskleidung spezialisiert haben. Und durch den professionellen Auftritt seiner Firma, beispielsweise beim Pflegen der Innenraumbegrünung, können er und seine Mitarbeiter damit rechnen, als Experten erkennt, angesehen und verstanden zu werden.
Wer bei der Arbeit typische Berufskleidung trägt, kann nicht nur Anschaffungskosten, sondern auch die notwendige Reinigung als Werbungskosten geltend machen. Voraussetzung ist, dass die private Nutzung so gut wie ausgeschlossen ist. Selbst Anschaffungskosten für Waschmaschine und möglicherweise Trockner (Abschreibung) und laufende Kosten für Strom, Waschpulver etc. (Werbungskosten) sind anerkannt. "An den Kosten kann es also nicht liegen, wenn Viele die Berufskleidung nicht nutzen", stellt Marktbeschicker Friedrich Jahncke fest. "Manchmal fehlt ein kleiner Impuls, um groß herauszukommen."
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| John Langley |
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