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Pflanzen-Klassiker erleben - ähnlich wie Schnittblumen-Klassiker - derzeit eine Renaissance. Aber der Verbraucher greift oft nur dann zu Azaleen & Co, wenn diese zeitgemäß präsentiert werden. Denn meist kauft er die Pflanzen nicht für den "Eigengebrauch", sondern um sie zu verschenken. Doch wie werden aus blühenden Klassikern trendige Präsente und dekorative Kreationen, die (nicht nur) bei Lifestyle-orientierten Verbrauchern neues Interesse finden? Wie können Azaleen, Anthurien und Orchideen mit kalkuliertem Aufwand das Pflanzengeschäft im Fachhandel beleben? Auf diese Fragen erhielten Einkäufer und Einkäuferinnen auf dem BGM Praxis gerechte "Antworten" in Form von gepflanzten Beispielen.
Die in China als "Glücksboten" geltenden Pflanzen gehören zu den bekanntesten Winterblühern. Gehandelt werden sie aber tatsächlich von September bis zum Osterfest. Aktuell sind Azaleen mit besonderen Wuchsformen. Man hat die Wahl zwischen schlanken Bäumchen mit dichter Blütenkrone, Minis, Azaleen-Pyramiden und anderen interessanten Formen. "In dieser Saison sind speziell weiße Sorten sehr gefragt", erklärt Azaleen-Produzent Wolfgang Schoenemann (Stoltenberg, Jeß & Company, Stand 112, 113, 115).
Pflegetipps: Azaleen gehören zu den Pflanzen, die von Jahr zu Jahr schöner und üppiger werden. Dazu muss man ihnen allerdings Sonderwünsche erfüllen. Das Wichtigste ist der Platz: hell, aber kühl und weit weg von der Heizung. Die Luft sollte sehr feucht sein. Sprühen gibt Flecken auf den Blüten, besser steht der Topf auf einem mit Kies und Wasser gefüllten Untersatz. Kenner nehmen zum Gießen Regenwasser. Zumindest aber sollte das Wasser abgestanden und zimmerwarm sein.
Orchideen
Topforchideen haben sich in den vergangenen Jahren zu ausgesprochenen Trendpflanzen gemausert. "In" sind Arten mit weißen, weißgrünen, weißgelben, creme-, violett- und bordeauxfarbenen, ausdrucksstarken Blüten. Vorsicht in den kalten Monaten. Tropische Orchideen vertragen keine zu niedrigen Temperaturen.
Pflegetipps: Orchideen wollen gekonnt stiefmütterlich vernachlässigt werden. Sie benötigen wenig oder - noch genauer - sehr wenig Wasser. Orchideen in Zimmerkultur haben im allgemeinen keine Ruhephase und blühen und wachsen das ganze Jahr über. Das im Topf stehende Wurzelwerk benötigt viel Luft und sollte bevorzugt in groben Substraten aus Rinde und Kokosfasern stehen. Wer hin und wieder mal das gesamte Wurzelwerk gründlich in lauwarmes Wasser taucht, muss wochenlang wirklich nicht mehr gießen.
Anthurien
Topfanthurien gehören zu den langlebigen Pflanzen, bei "artgerechter" Pflege können sie einige Jahre alt werden. Äußerst empfindlich reagieren sie auf Kälte. Topfanthurien sind zwar gegenüber niedrigen Temperaturen weniger empfindlich als Schnittanthurien, doch müssen auch sie mit großer Sorgfalt behandelt werden. Zugluft und starke Temperaturschwankungen sollte man unbedingt vermeiden.
Pflegetipps: Die Pflanzen benötigen einen hellen Standort, mögen jedoch keine direkte Sonne. Der Erdballen sollte immer leicht feucht gehalten werden (möglichst mit weichem Wasser gießen), alle zwei Wochen ist eine Düngung zu empfehlen. Anthurien schätzen eine hohe Luftfeuchtigkeit, daher sollte man die Blätter regelmäßig besprühen. Man kann die Pflanze auch auf einen umgedrehten Teller in eine flache Schale mit Wasser stellen. Aber Vorsicht: Anthurium reagiert empfindlich auf Staunässe. Ein durchlässiges Substrat, am besten spezielle Anthurien-Erde, gewährleistet beste Wuchs- und Blühergebnisse.
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| Angelika Langley (flower@t-online.de) |
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