Kunden-Tipps...




Tulpen verändern ihr Gesicht von Tag zu Tag und entwickeln in der Vase ein faszinierendes Eigenleben. Das Wuchsverhalten lässt sich durch die Form des Gefäßes beeinflussen: In hohen, schlanken Vasen bleiben die Stiele gerade, in niedrigen Kugelvasen sind die Krümmungen besonders gut zu beobachten. Doch egal, ob der Kunde eher die Gradlinigkeit oder das Urwüchsige schätzt, sollte er doch über eine möglichst lange Zeit Freude an den gekauften Schnittblumen haben. Man sollte daher immer einige Pflegetipps ins Verkaufsgespräch einfließen lassen.

 
- Tulpen kommen nicht voll aufgeblüht, sondern knospig in den Handel. Wenn sie dem Verbraucher angeboten werden, sollten die Knospen so weit entwickelt sein, dass man die Blütenfarbe erkennen kann. Ist das nicht der Fall, sind die Tulpen noch unreif und bilden später keine schöne Blüte.

- In einem Tulpenstrauß sollten sich alle Tulpen in einem möglichst einheitlichen Entwicklungsstadium befinden, damit sie ungefähr zum gleichen Zeitpunkt aufblühen. Das gibt in der Vase einfach ein schöneres Bild und vermittelt dem Kunden: Alle gekauften Tulpen sind frisch.

- Wenn Tulpen mit anderen Schnittblumen wie Anemonen, Freesien oder Alstroemerien kombiniert werden, sollte man dem Kunden im Verkaufsgespräch erklären, dass Tulpen in der Vase noch weiter wachsen. Sie müssen deshalb beim Wasserwechsel ein wenig gekürzt werden, damit der Strauß seine schöne Form behält.

- Narzissen geben aus der frischen Schnittstelle einen schleimigen Saft ab, der das Leben anderer Blumen verkürzen kann. Um sie problemlos in gemischten Sträußen verwendet zu können, werden Narzissen präpariert, sprich ausgeschleimt. Sie sollte dann nicht mehr neu angeschnitten werden. Übrigens: Narzissen und Hyazinthen - beide geben an den frischen Schnittstellen einen schleimigen Saft ab - vertragen sich sehr gut.

Angelika Langley (flower@t-online.de)