Geschäftsidee


Kochen Sie doch mal!

Aufmerksamkeit wecken ist immer der erste Schritt zum Verkaufserfolg. Aber gerade das ist heute gar nicht so einfach, denn die Warensortimente werden immer verwechselbarer. Warum also soll der Verbraucher gerade bei Ihnen seine Blumen und Pflanzen kaufen? So etwas wie verlässliche Kundentreue gehört (leider) der Vergangenheit an, die Gunst der Verbraucher muss man sich Tag für Tag neu erarbeiten. Gute Warenqualität, Frischegarantie, eine zeitgemäße Ladeneinrichtung, Serviceleistungen oder fachkompetente, freundliche Bedienung sind Dinge, die der Verbraucher im Fachhandel voraussetzt. Was also tun, um aus der Masse der Anbieter herauszuragen, Kunden nicht nur einmalig anzulocken, sondern langfristig zu binden? Eine mögliche Antwort: Überraschen Sie mit außergewöhnlichen Geschäftsideen - kochen Sie doch mal!



Kochen ist in, Jamie Oliver und Tim Mälzer sind bei Jung und Alt bekannt. Beide haben - der eine in England, der andere bei uns - mit ihrer unkonventionellen, flapsigen Art das Kochen auch an Bevölkerungsschichten herangetragen, die sonst eher Stammgast bei »Mc Doof« sind. Dieser Hype hat dann auch hochdekorierte Sterneköche aus ihrem Olymp in die volksnahen TV-Küchen getrieben. Sprich: Es wurde und wird auf (fast) allen TV-Kanälen fleißig gekocht. Und nicht nur das. Auch Volkshoch- und Elternschulen sowie sonstige Erwachsenenbildungsträger locken die Menschen mit gemeinsamem Kochen - und zwar äußerst erfolgreich. Dabei hat der klassische Kochkurs ausgedient, man werkelt themenbezogen.

Geschäftsidee Kochen Sie doch mal!So weit, so gut. Aber wie kann der Blumenfachhandel an diesem Boom teilhaben? Das geht kaum direkt, aber auch Umwege führen bekanntlich zu mehr Umsatz. Hilfestellung geben dabei die drei Megatrends dieses und wohl auch noch des nächsten Jahrzehnts: Cocooning, Homing und Clanning. In die deutsche Sprache übersetzt bedeutet das: Die Menschen investieren in die Ausstattung ihres direkten Wohnumfeldes und umgeben sich vorzugsweise mit Gleichgesinnten. Dabei ist eine gepflegte Gastlichkeit angesagt. Wie im Berufsleben sind auch privat Höflichkeiten á la Freiherr von Knigge gefragt. In einer modernen Form - versteht sich. Das heißt: Man lädt stilvoll ein, gibt sich Mühe bei der Raum- und Tischdekoration, bietet leckere Speisen, bringt ein Gastgeschenk mit und vergisst auch das „Dankeschön danach" nicht.

Für die grüne Branche bedeutet das: Der Verbraucher sucht Gestaltungsideen, wünscht Beratung und freut sich über Anregungen für seine „gepflegte Gastlichkeit". Übrigens: Der Erfolg der Daily-Doku „Das perfekte Dinner" zeigt, dass Tischdeko-Ideen nicht nur Villeroy&Boch-Enthusiasten suchen, sondern ebenso Otto Normalverbraucher.