Wirtschaftskrise Augen auf - und durch
und durch
Das Geschäftsjahr 2009 neigt sich dem Ende zu, doch noch stehen zwei kleine Schwerpunkte bevor: Weihnachten und Silvester. Eine gute Möglichkeit, um in der Zeit vor dem Heiligen Abend die Winterpflanzen als Weihnachtspräsente in den Blickpunkt zu stellen. Und vernachlässigen Sie an den letzten Tagen im Jahr nicht das Geschäft mit dem Glück, da greifen auch Realisten gern zu Oxalis & Co. Damit ist noch gutes Geld zu verdienen.

Jetzt, am Jahresende, wissen viele Blumenfachhändler bereits, ob sie einen Gewinn erwirtschaftet haben oder mit Verlusten rechnen müssen. Klar ist: Die globale Wirtschaftskrise hat auch die grüne Branche nicht verschont. Besonders grüne Unternehmen, deren größtes Standbein das Firmengeschäft ist, kämpfen mit Umsatzrückgängen. Wer hingegen mehrere unterschiedliche Geschäftsfelder bedient, kann leichter ausgleichen.
Die jüngsten Handelsmeldungen lassen indes hoffen, dass das »Tal der Tränen« durchschritten ist. Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, meint: »Die fortschreitende Erholung der deutschen Wirtschaft im dritten Quartal entspricht unseren Erwartungen und ist eine gleichermaßen erfreuliche wie ermutigende Entwicklung.«
Ein wenig Zuversicht in die weitere Marktentwicklung verspricht auch eine Meldung aus den Niederlanden. Darin heißt es: Der Exportrückgang bei Schnittblumen hat sich verlangsamt, und der Verkauf von Garten- und Topfpflanzen läuft gut. Eine weitere positive Nachricht lautet: Die Gartenbedarfsbranche ist weiterhin aufWachstumskurs. Das sogenannte Gardening ist Trend und damit auch das »verlängerte Wohnzimmer«. Wichtige Markttreiber sind dabei die 50- bis 69-Jährigen, die für hochwertige Produkte und natürlich für Pflanzen sowie Dienstleistungen viel Geld ausgeben.
Aktiv durch die wirtschaftliche Krisenzeit gehen die Friedhofsgärtner. Mit der sehr aufmerksamkeitsstarken, fast schon provokanten Imagekampagne »Es lebe der Friedhof« beenden sie die Jahre der pietätvollen Werbe-Zurückhaltung, an der eine sehr konservative CMA nicht ganz unschuldig war. Schließlich gehört der Tod zum Leben, und wer »schöner wohnt«, hat auch ein Recht darauf, »schöner zu sterben«.
Mit offenenAugen und neuen Strategien geht auch die Marktgemeinschaft BGM Hamburg durch die Krise. So wird vehement an der »Marke Blumengroßmarkt« gearbeitet. Mit diesem Herkunftszeichen kann der Blumenfachhandel 2010 bei den Verbrauchern punkten - hinsichtlich Frische und Qualität.
Die grüne Branche kann mit Zuversicht in das neue Geschäftsjahr gehen ... mit einem verlässlichen Partner, dem Blumengroßmarkt Hamburg, an ihrer Seite. In diesem Sinne wünscht die Marktgemeinschaft allen Einkäuferinnen und Einkäufern ein persönlich wie geschäftlich gutes 2010.