CMA adé ... und was nun?
... und was nun?
Die Nachricht breitete sich in der grünen Branche aus wie ein Lauffeuer: Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes steht die Centrale Marketing- Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) vor dem Aus. Die Bundesrichter haben die Zwangsabgaben der Erzeuger an den Absatzfonds der Land- und Ernährungswirtschaft für verfassungswidrig erklärt. Damit entfällt die Finanzierungsgrundlage für die Tätigkeiten der CMA. Auch für die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle GmbH (ZMP), die mit Geldern aus dem Absatzfonds gespeist wurde, gilt dieses Aus.

Da das Urteil sofort rechtsgültig ist, muss die CMA selbst bereits laufende Kampagnen einstellen.
Was konkret heißt:
- Die im Blumenfachhandel als sehr positiv aufgenommene Aktion »Recht auf Blumen«, die das Blumenbüro Holland gemeinsam mit der CMA ins Leben gerufen hat, wird gestoppt. Allerdings darf das bereits ausgelieferte Werbematerial weiterhin uneingeschränkt für eigene Aktionen genutzt werden.
- Es wird keine CMA-Plakatwerbung mehr geben. Restbestände dürfen die Blumengroßmärkte noch weiter an Einkäuferinnen und Einkäufer verteilen.
- Auch die Deutsche Blumenfee wird »freigestellt« und darf die Gärtner und Floristen in der Öffentlichkeit nicht mehr repräsentieren.
- Die für die grüne Branche so wichtige Pressearbeit sowie den Bilderdienst wird es ebenfalls nicht mehr geben.
Stellt sich die Frage: Hinterlässt die CMA ein Vakuum, das es zu füllen gilt? Oder kann die grüne Branche auf bundesweite Werbekampagnen á la »Blumisch« und »Recht auf Blumen«, auf Saisonplakate und Blumenfee-Auftritte ersatzlos verzichten? Kocht nun jedes Bundesland, jede Region oder gar jeder einzelne Blumenfachhändler sein »eigenes« Werbesüppchen?
Was meinen Sie? Sollen Verbände die Branchenwerbung in die Hände nehmen? Sind die Blumengroßmärkte gefordert, Werbe- und Kampagnen-Materialien zu entwickeln? Oder braucht die grüne Branche gar eine Werbeagentur, die diese Arbeit übernimmt. Wenn ja, wer ist dann der Auftraggeber, sprich wer zahlt? Auf diese und viele weitere Fragen braucht die Branche Antworten und zwar schnell.
Schreiben, faxen oder mailen Sie Ihre Meinung. Die Marktblatt-Redaktion ist gespannt und wird in der Herbstausgabe über die Vorschläge aus Ihren Reihen berichten.
Adresse: Redaktion Marktblatt, Angelica Langley, c/o Marktgemeinschaft Blumengroßmarkt Hamburg e.G., Banksstraße 28, 20097 Hamburg
Telefax: 040 30 97 76 77
E-Mail: angelica@langleys.de