Sind Weihnachtssterne giftig?




Kaum hat die Weihnachtsstern-Saison begonnen, ist die Frage, ob Weihnachtssterne giftig seien, in schöner Regelmäßigkeit in allen Medien präsent. Je nach Ausrichtung gibt man den Verbrauchern die abenteuerlichsten Antworten darauf. Die Palette reicht von "Man muss vorsichtig sein." bis "Die Pflanze ist hochgradig giftig." Richtig ist Folgendes:



Sind Weihnachtssterne Giftig?"Die Literatur und auch die Erfahrungen der toxikologischen Informationszentren sprechen für die Harmlosigkeit der Pflanze", erklärt Dr. Dirk Ludolph von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Professorin Regina Karl von der Uniklinik Düsseldorf erläutert: "Der Weihnachtsstern gehört zur Gattung der Wolfsmilchgewächse. Einige Pflanzen dieser Gattung enthalten hautreizende Diterpene, der Weihnachtsstern jedoch nicht. Daher kann man ihn nicht als giftig bezeichnen. Trotzdem ist es nicht ratsam, ihn zu verzehren. Denn nach Aufnahme von großen Mengen dieser Pflanze kann es womöglich zu Schleimhautreizungen und Bauchschmerzen kommen. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass der Weihnachtsstern als unbedenklich angesehen werden kann."

Und wie reagieren Haustiere?

Bei www.wikipedia.de, dem Internetlexikon von und für Jedermann, ist zu lesen: "Tiere reagieren in der Regel empfindlicher auf Pflanzenstoffe als Menschen. Eine Gefahr besteht für Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen und andere Nager, für Katzen und Hunde sowie für Vögel. Vergiftungen können sich in Schleimhautreizungen, Magen- und Darmbeschwerden mit Krämpfen und oft blutigem Durchfall, Absinken der Körpertemperatur, Lähmungen, blutigem Harn und Kot, Taumeln, Leberschädigung und Herzrhythmusstörungen zeigen. Bei kleineren Tieren kann ein tödlicher Verlauf nicht ausgeschlossen werden. Haben Kleintiere Pflanzenteile gefressen, sollte unverzüglich professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden."