Still-Leben auf der A 40


Wo die Kunden sind

Das Ruhrgebiet, unendliche Weiten. Eine Verbindung: die A40, der Ruhrschnellweg. An einem Sonntag Mitte Juli war dieser rund 60 Kilometer lange Autobahnabschnitt zwischen Dortmund und Diusburg Schauplatz für das schönste Straßentheater der Welt. Von 11 bis 17 Uhr sauste kein Porscheflitzer über den Asphalt und trödelte auch kein Sonntagsfahrer durch die Autobahnlande. Die Strecke war freigegeben für Musik, Sport, Kunst und Kultur, regionales oder internationales Brauchtum, gesperrt für Kommerz und Raserei. Dieses noch nie dagewesene Schauspiel nutzten rund drei Millionen Menschen, um das zu genießen, was 20.000 Gruppen, Verbände und Einzelpersonen präsentierten.



Still-Leben auf der A 40

Mit dabei waren auch einige Floristen aus Essen, die mit Unterstützung des Fachverbandes Deutscher Floristen und des Blumenbüros Holland »Chrysanthemen-Cocktails« kredenzten. Eine tolle Werbung pur für Blumen auf einer Veranstaltung, die weltweites Medieninteresse hervorrief. Die Idee der Floristen war so simpel wie wirkungsvoll: Die Besucher sollten in Plastikgläsern selbst kleine »Cocktails« aus farbigen Steckschaum-Würfeln, Chrysanthemen, Strohhalmen und Zitronenscheiben kreieren. Rund 1.200 solcher Cocktails wurden an dem sonnigen Veranstaltungssonntag gearbeitet und mitgenommen.

Still-Leben auf der A 40

Unterstützt wurden die Essener Floristen von den Chrysanthemen-Botschaftern Sarah Marx und Oliver Ferchland. Sie gaben mit einem übergroßen und vielen kleinen Chrysanthemen-Würfeln einen Vorgeschmack auf das, was es Ende September anlässlich der Deutschen Meisterschaft der Floristen in Bad Nauheim zu bestaunen gibt. Dort wollen die Chrysanthemen-Botschafter gemeinsam mit vielen Helfern das größte und vielseitigste Chrysanthemen-Werkstück der Welt in Form eines Würfels gestalten. Ziel der Aktion ist ein Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde.

Dahin gehen, wo die Kunden sind, das ist nicht nur eine geschickte Werbeidee, das ist heute Notwendigkeit. Nur so kann es gelingen, das »Kulturgut« Blume immer wieder neu in die Köpfe der Menschen zu »pflanzen«.