Ich liebe dich!
Der Valentinstag, als „Tag der Liebe, Liebenden und Verliebten" bekannt, ist der erste umsatzstarke Blumengeschenktag im Jahr. Ein Strauß rote Rosen zum Valentinstag - das ist das klassische Symbol für die drei Worte „Ich liebe dich". Viele Jahre wurde für ein solches Rosenpräsent vehement geworben. Mit Erfolg, denn die Nachfrage nach roten Rosen steigt und steigt und steigt ... und zwar weltweit. Mit der immensen Nachfrage schießt natürlich auch der Preis in die Höhe. Es soll zwar einige Millionäre geben, die locker mal 2.000 und mehr Euro für rote Rosen hinblättern, aber der Durchschnittsmann ist bei 50 Euro schon überfordert. Aber es müssen ja nicht unbedingt Liebesrosen sein, mit der man seine Gefühle offenbart. Es geht auch anders.
Beispielsweise mit einem Zweig oder Strauß Callicarpa bodinieri, die auch Liebesperlen oder Schönfrucht genannt werden. Die zart lilafarbenen Früchtchen sitzen wie zuckrige Perlchen an den Zweigen. Bei den Teenie-Kunden wird so etwas Abgefahrenes - vielleicht mit pinkfarbenem Lackschleifchen drum herum- sicherlich besser ankommen als ein stinknormaler Blumenstrauß.
Eine symbolträchtige Valentinsgabe botanischer Herkunft ist die Pflanze Hoya kerrii, die auch auf den schönen Namen „Valentinshoya" hört. In ihrem Jugendstadium besteht sie aus einem einzelnen kleinen herzförmigen Blatt und wird ganzjährig sehr treffend als „Sweetheart" oder „Kleiner Liebling" gehandelt. Das besondere daran: Man kann das Blatt mit einem Stift beschreiben, beispielsweise mit den Worten „Für Dich" oder „Dankeschön" oder „Ich liebe Dich" oder, oder, oder.
Übrigens: Auch die Zimmerpflanze Kalanchoe thyrsiflora weist herzförmige Blätter auf, die sich bei sehr sonnigem Stand blutrot färben.
Dann gibt es ja noch die „Liebeslocken", botanisch unter Juncus effusus ›Spiralis‹ bekannt. Den verkaufsfördernden deutschen Namen hat einst ein großes schwedisches Möbelhaus in die Welt gesetzt. Geschickt gemacht, denn zuvor hieß diese an gelockten Schnittlauch erinnernde Pflanze weniger schön „Flatterbinse". Unter diesem Namen wäre Juncus effusus gewiss niemals so ein Renner geworden.
Alternativen zu den klassischen Valentinstagsrosen sind auch Veilchen und Vergissmeinnicht sowie die vielen rot blühenden Schnittblumen, die in den ersten Wochen des Jahres auf dem Blumengroßmarkt gehandelt werden. Dazu gehören: Anemonen, Anthurien, Nelken, Gerbera, Hippeastrum, Ranunkeln und Tulpen. Gemeinsam mit herzförmigen Accessoires sagen auch diese Blüten die drei Worte, die sowohl Frauen als auch Männer nur allzu gerne hören.